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Dorfsheriffs sind nur woanders

Umzug nach Garbek Dorfsheriffs sind nur woanders

„Der Stellenabbau bei der Polizei ist dauerhaft vom Tisch“, machte Innen-Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler (SPD) klar, als sie die neue Sechs-Personen-Wache in Garbek einweihte. Die Wachen in Geschendorf und Garbek wurden geschlossen, Schlamersdorf folgt Ende 2017.

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Staatssekretärin Manuela Söller-Winkler gratulierte Stationsleiter Norbert Sommer zum Umzug in die neue Wache.

Quelle: Gerrit Sponholz

Garbek. Vor einigen Jahren standen alle drei Polizeiwachen im Amt Trave-Land auf der Kippe, weil das Land Kosten einsparen wollte. Davon war am Mittwoch keine Rede mehr. Söller-Winkler war für Innenminister Stefan Studt (SPD) eingesprungen, der in Rendsburg lieber beim SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz weilte.

 Hauptkommissar Norbert Sommer, bislang in Geschendorf tätig und der Chef der neuen Station in der Alten Schule, versuchte zu beruhigen. Die Zeit der ländlichen Anbindung der Polizei sei nicht vorbei. „Wir bleiben die Dorfsheriffs und sind nicht weg, sondern nur woanders.“

 Ende 2017 wird auch die Außenstelle Schlamersdorf (Gemeinde Seedorf) dichtgemacht, wenn Artur Sielas die Pensionsgrenze erreicht. Alle fünf Kräfte werden in Garbek konzentriert, und das Team auf sechs Polizisten aufgestockt. Wegen des Zuwachses muss Garbeks Sextett künftig auch die Fälle in Klein Rönnau, Blunk, Stipsdorf und Groß Rönnau bearbeiten. Die Orte waren zuvor der Wache Bad Segeberg zugeordnet. Die Bürger können auf Wunsch aber weiter die Wache in Bad Segeberg aufsuchen, hieß es.

 Auch Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, trauert den Ein-Mann-Stationen nicht hinterher. Die Polizeiaufgaben nähmen zu, auch die Angriffe auf die Polizei. Allein im Einsatz zu sein – und das in Zeiten des Terrorismus – sei nicht mehr angebracht. „Die Arbeit wird immer gefährlicher.“ Die Fusion der Wachen in Trappenkamp und Bornhöved im Jahr 2013 habe auch gut geklappt.

 Wensin ist Gastgeber für die Polizei und hat 150 Quadratmeter der Alten Schule für 150000 Euro umgebaut. Ursprünglich sollte dort, direkt neben dem Kindergarten, eine Altenpflegeeinrichtung einziehen.

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Gerrit Sponholz
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