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Rind auf Weide geschlachtet

Bad Bramstedt Rind auf Weide geschlachtet

Eine scheußliche Entdeckung musste Landwirt Joachim Schönfeld aus Bad Bramstedt in dieser Woche machen. Auf einer Koppel nahe der Umgehungsstraße war eines seiner Angus-Jungrinder geschlachtet worden. „Das waren Fachleute“, ist sich Schönfeld sicher.

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Unbekannte schlachten Rind: Die Polizei hat einen solchen Fall noch nicht erlebt.

Quelle: dpa

Bad Bramstedt. „Das eineinhalbjährige Tier ist durch einen gezielten Stich in die Halsschlagader ausgeblutet. Außerdem wurden die Keulen fachmännisch abgetrennt“, erzählt der Landwirt. Das ist nach Überzeugung von Schönfeld ein weiteres Indiz dafür, dass hier keine Laien am blutigen Werk waren.

 Den Rest des Kadavers ließen der oder die Kriminellen auf der Weide zurück, auf der sich zwei weitere Rinder befanden. „Die haben das größte Tier ausgesucht“, erklärt Schönfeld, dem nach seinen Angaben ein Schaden von rund 1000 Euro entstanden ist.

 Wie immer waren nach den Worten des Landwirts auch in den vergangenen Tagen die Koppeln mehrfach kontrolliert worden, um den Bestand, aber auch Beschädigungen am Zaun zu überprüfen. „In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch lebten noch alle drei Tiere“, hatte Schönfeld festgestellt. Am Mittwoch war dann einem Bekannten aufgefallen, dass nur noch zwei Rinder auf der Koppel zu sehen waren. Schönfeld sah sich die Sache an und fand das geschlachtete Tier.

 Er wendet sich an die Öffentlichkeit in der Hoffnung, dass womöglich irgendwelche Beobachtungen gemacht wurden, die zur Aufklärung der Tat beitragen, erklärte Schönfeld. Für entsprechende Hinweise hat er eine Belohnung ausgesetzt, deren Höhe er aber nicht festschreiben wollte.

 „So ein Fall ist mir bisher noch nicht bekannt“, sagte Bernd Mohr von der Polizeistation Bad Bramstedt. Er hat die Tat vor Ort aufgenommen. Spuren seien zunächst nicht feststellbar gewesen, erklärte Mohr. Allerdings ist nach seiner Auffassung nicht ausgeschlossen, dass sich an dem Restkörper des Rindes, der am Freitag vom Abdecker abgeholt wurde, noch Hinweise feststellen lassen. Die weiteren Ermittlungen werden nun durch den Umwelttrupp der Segeberger Polizei fortgeführt. Es wurde eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen.

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Ein Artikel von
Uwe Straehler-Pohl

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