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Baby flog im Kindersitz quer durchs Auto

Unfall auf der B432 Baby flog im Kindersitz quer durchs Auto

„Die haben alle riesiges Glück gehabt.“ Norbert Sommer ist ein erfahrener Polizeibeamter. Am Dienstag bekam er den Bericht über einen Unfall bei Mözen auf der B432 auf den Tisch. Ein Säugling war in seinem Kindersitz quer durch ein Auto geflogen. Das Kind war angeschnallt – aber der Sitz nicht.

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Bei einem Unfall auf der B432 in Höhe Mözen wurde am Dienstag eine syrische Familie leicht verletzt. Das wenige Monate alte Baby flog im nicht gesicherten Kindersitz durch den Wagen.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Mözen. Ereignet hatte sich der Unfall gegen 16.30 Uhr. Laut Polizei war eine Fahrzeugkolonne auf der B432 in Richtung Hamburg unterwegs gewesen. Vorn fuhr eine 56-jährige Leezenerin in einem weißen VW Up. Danach folgten mehrere Fahrzeuge – und dann ein gelber Mini mit Kieler Kennzeichen. Darin befand sich eine syrische Familie aus Trappenkamp: Der 24-jährige Vater fuhr, auf dem Beifahrersitz saß die 23 Jahre alte Mutter und auf dem Rücksitz befand sich der knapp einjährige Sohn im nicht gesicherten Kindersitz.

Was dann genau geschah, ist nach Angaben der Polizei noch rätselhaft. Fest steht, dass der Mini die langsam fahrende Kolonne überholen wollte, ausscherte und Tempo aufnahm. Während die 56-jährige Leezenerin angibt, sie habe einfach weiter geradeaus fahren wollen, erklären laut Polizei alle anderen Zeugen, sie habe plötzlich links in die Dorfstraße abbiegen wollen. „Das ist mysteriös“, sagt Polizist Sommer, „Der Wagen stand auch links im Einmündungsbereich.“

Gesamte Familie kam vorsorglich in die Klinik

Der Familienvater im Mini trat verzweifelt auf die Bremse. Der Wagen, der gerade noch massiv beschleunigt hatte, raste nach links in den Graben und stürzte neben einem Baum auf die Seite. Das Fahrzeug hat nur noch Schrottwert. Umso erstaunlicher, dass die Familie mit nur leichten Blessuren ins Krankenhaus gebracht wurde.

Über weitere Zeugen, die sich unter 04551/8840 melden, würden sich die Bad Segeberger Ermittler freuen.

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