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Retter wollen zur WM

Kaltenkirchen Retter wollen zur WM

Ein ehrenamtliches Team der Kaltenkirchener Feuerwehr würde gern zur Weltmeisterschaft der Unfallretter im Oktober nach Portugal fahren. Allerdings fehlt es für diesen besonderen Einsatz an Geld. Sponsoren werden gesucht.

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Bei der Deutschen Meisterschaft der Unfallretter im Mai im bayerischen Günding erreichte das Team aus Kaltenkirchen den zweiten Platz, der nun doch zur Teilnahme an der WM in Portugal berechtigt.

Quelle: Feuerwehr

Kaltenkirchen. Die Chance zur Teilnahme an dem internationalen Wettbewerb hat sich erst kurzfristig ergeben. Eigentlich war die Kaltenkirchener Truppe um Notarzt Stefan Pauluat gar nicht für die WM qualifiziert. Denn bei den nationalen Vergleichswettkämpfen der Verkehrsunfallrettung im Mai belegten die Unfallretter aus Kaltenkirchen in den Teamwertung den 2. Platz hinter der gastgebenden Feuerwehr aus Günding (Bayern). Beteiligt waren außer Paululat seine Kameraden Sven Martens, Torben Lange, Thorsten Hensel, Birger Boeckel, Bastian Schreiner, Ralf Storjohann, Heiko Kleist und Jochen Schümann.

 „Da das Siegerteam aber nicht zur Weltmeisterschaft fahren wird, erhält das zweitplatzierte Team die Chance“, erklärte Feuerwehrmann Paululat. Die sogenannte World Rescue Challenge findet vom 14. bis 18. Oktober in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon statt. Die Feuerwehr Kaltenkirchen kann als einzige deutsche Feuerwehr an dieser Herausforderung teilnehmen.

 Das Team aus Norddeutschland will in Lissabon an drei unterschiedlichen Wettbewerben teilnehmen, in denen mit unterschiedlichen Zeitvorgaben Patienten aus Unfallfahrzeugen gerettet werden müssen. Die Szenarien sind realistisch nachgestellte Unfallsituationen mit Schrottautos, aus denen eine oder mehrere angeblich Verletzte gerettet werden müssen. Das Team wird dabei von Schiedsrichtern bewertet, die die Teamleistung, den Umgang mit den Rettungsgeräten, die medizinische Versorgung sowie Führung und Kommunikation bewerten.

 Allein auf bundesdeutschen Straßen registrierte die Polizei voriges insgesamt 2,4 Millionen Verkehrsunfälle Dabei verloren 3400 Menschen ihr Leben, rund 390000 wurden verletzt. Eine optimale Vorbereitung auf schwere Verkehrsunfallsituation ist daher für Feuerwehren eine zwingende Verpflichtung. Neben dem Brandschutz gehören technische Hilfeleistungen zu den wichtigsten Aufgaben

 „Der Erfahrungsaustausch mit anderen Teams ist von unschätzbarem Wert für die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten, um die Unfallrettung im Realeinsatz noch schneller und noch effektiver zu machen“, sagte Stefan Paululat, der schon vor drei Jahren mit einem Kaltenkirchener Team bei der Rescue-WM in London dabei war.

 Den internationalen Erfahrungsaustausch, auch mit professionellen Rettungskräften, gibt es allerdings für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus Kaltenkirchen nicht gratis. Neben den Reise- und Hotelkosten wird eine Startgebühr in Höhe von 2500 Euro fällig. „Die Kosten müssten größtenteils von den Teilnehmern selbst gedeckt werden. Nur ein sehr kleiner Teil kommt aus dem Etat der Feuerwehr. Deshalb ist unser Team auf finanzielle Unterstützung angewiesen“, so Paululat.

 www.wrescue.org/World-Challenges/Current-WRC

 www.vfdu.de

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Michael Zwicker

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