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Druck machen für die S-Bahn

AKN-Strecke Eidelstedt-Kaltenkirchen Druck machen für die S-Bahn

Seit langem kämpft Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause für den Ausbau der AKN-Strecke von Hamburg-Eidelstedt nach Kaltenkirchen zur S-Bahn. Mit einer von ihm angeregten Unterschriftenaktion, an der sich mehrere Orte an der Strecke beteiligen, will er seinem Wunsch den nötigen Nachdruck verleihen.

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Bis 2020 könnte die AKN auf der Strecke Eidelstedt-Kaltenkirchen durch eine S-Bahn ersetzt werden. Eine Unterschriftensammlung soll dem Vorhaben Nachdruck verleihen.

Kaltenkirchen. „Mit meiner Unterschrift fordere ich die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg auf, so schnell wie möglich den Ausbau der AKN-Bahnstrecke Hamburg-Kaltenkirchen zur S-Bahn zu realisieren und die Taktfrequenz für die Strecke Kaltenkirchen-Neumünster auf 20 Minuten zu erhöhen“, lautet die Überschrift auf den Listen, die außer in Kaltenkirchen auch in Henstedt-Ulzburg, Quickborn, Ellerau, Bad Bramstedt und in Gemeinden der Ämter Kaltenkirchen-Land und Kisdorf ausliegen. In Kaltenkirchen werden sie in öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Kindergärten, Geschäften, Banken und Arztpraxen zu finden sein. „Wir werden uns auch noch mit Firmen in Verbindung setzen und dort auf unser Anliegen aufmerksam machen“, sagte Krause, denn für die Arbeitnehmer im Ort sei eine verbesserte Bahnanbindung von großer Bedeutung.

 Auch Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote unterstützt nach Krauses Worten die Initiative, obwohl Norderstedt von dem S-Bahn-Projekt allenfalls indirekt betroffen ist; die Linie führt nicht durch die Stadt. Grote werde einen Brief an die Regierungschefs von Hamburg und Schleswig-Holstein schreiben, um auf die Bedeutung der Bahnverbindung für die Region hinzuweisen. „Das hat er mir zugesagt“, erklärte der Kaltenkirchener Bürgermeister, der sich am Montag noch einmal mit seinen Amtskollegen und den leitenden Verwaltungsbeamten der Ämter zu einem Gespräch treffen will.

 Von AKN-Arbeitnehmervertretern gab es zuletzt Vorbehalte gegen das S-Bahn-Projekt, weil sie um ihre Arbeitsplätze besorgt sind. Krause ist nach Gesprächen mit der AKN-Spitze dagegen sicher, dass in Kaltenkirchen der Standort des Bahnunternehmens samt Werkstatt auch nach einer Umrüstung auf S-Bahn-Züge erhalten bliebe. Zumal die AKN-Dieseltriebwagen nicht ausrangiert werden müssten; sie könnten nach Krauses Worten ältere Fahrzeuge auf weiterhin nicht elektrifizierten Strecken ersetzen.

 Die Kommunen entlang der AKN-Strecke bis Kaltenkirchen fordern schon lange den Einsatz der S-Bahn-Wagen. Sowohl Hamburg als auch Schleswig-Holstein haben signalisiert, dass es 2020 so weit sein könnte. Voraussetzung seien aber Fördermittel des Bundes, worüber noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Deshalb will Krause jetzt den Druck erhöhen, um endlich der Realisierung näher zu kommen. „Ich hoffe, dass sehr viele Bürger durch ihre Unterschriften bekunden, dass sie diese neue Verbindung und einen besseren Takt wollen.“

 Zwei Monate werden die Listen ausliegen. Dann wird Bilanz gezogen. Klar ist schon, dass die Bürgermeister der beteiligten Orte die Unterschriften Mitte Juni persönlich dem Hamburger Oberbürgermeister Olaf Scholz und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig übergeben werden. „Dann werden wir auch noch einmal deutlich machen, wie wichtig für uns alle eine Anbindung an das Hamburger S-Bahn-Netz ohne lange Wartezeiten in Eidelstedt ist“, erklärte Krause.

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