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Überflutung und Blitzeinschlag

Unwetter über Segeberg Überflutung und Blitzeinschlag

Von den Wiesen und Feldern der Umgebung waren in der Nacht zu Sonnabend gewaltige Wassermassen auf das Gelände des Campingplatzes am Großen Segeberger See gelaufen und drohten, ins Haus einzudringen. In Traventhal schlug unterdessen ein Blitz in ein Haus ein, es ist vorerst unbewohnbar.

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Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Bauhof arbeiteten Hand in Hand, um das Hauptgebäude auf dem Campingplatz "Seecamping" vor dem Wasser zu schützen.

Quelle: Feuerwehr

Bad Segeberg. Es waren dramatische Momente, die sich auf dem Gelände des Campingplatzes am Großen Segeberger See abspielten – und die Pächter der Anlage Seecamping sogar um ihre Existenz fürchten ließen. Die Wassermassen waren bedrohlich nah. „Als wir ankamen, standen sie bereits kurz unter den Fenstern des Gebäudes, in dem sich Raststätte und Rezeption befinden“, schilderte Bad Segebergs Wehrführer Mark Zielinksi. In einer gemeinsamen Anstrengung von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Bauhof, der Sandsäcke lieferte, konnte Schlimmeres verhindert werden. Auch der kleine Bach weiter oben konnte den Regen nicht mehr aufnehmen und trat über die Ufer. „Der Kastanienweg war in Höhe des Schmetterlingsgartens war nur noch mit Lastwagen passierbar“, schilderte Zielinski.

Besondere Brisanz hatte ein weiterer Notruf: Die Vermittlungsstelle der Telekom unter dem Funkturm bat um Hilfe, weil die Kellerschächte vollgelaufen und dadurch Teile der Technik gefährdet waren: „Es hätte zu erheblichen Beeinträchtigungen der Telefonverbindungen führen können.“ Auch hier habe die Gefahr durch Kräfte von Feuerwehr und THW gebannt werden können.

Haus nach Blitzeinschlag unbewohnbar

Am schlimmsten traf es die Bewohner eines Hauses an der Dorfstraße in Traventhal. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Eigentümer kurz nach 23 Uhr durch einen lauten Knall wach. Vermutlich war ein Blitz eingeschlagen. Kurz darauf fiel der Strom aus, und der Sicherungskasten war nicht mehr zu bedienen. Brandgeruch breitete sich im Haus aus, und auf dem Spitzboden waren bereits Flammen zu sehen. Alle drei Menschen konnten sich in Schlafanzügen ins Freie retten und von Nachbarn aus die Feuerwehr alarmieren.

Insgesamt neun Wehren waren in strömendem Regen im Einsatz, neben der Ortswehr Traventhal auch die Bad Segeberger Kollegen mit Drehleiterfahrzeug. Verletzt wurde bei dem Brand niemand; das Haus ist jedoch vorübergehend unbewohnbar. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen; der Schaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt.

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