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Keine Entlassungen

VJKA Segeberg Keine Entlassungen

Die Kulturangebote, Musikkurse, Seminar-Übernachtungen und Zelttage des Vereins für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg (VJKA) werden teurer. Das wird nötig, weil der VJKA durch Altlasten finanziell in Schieflage geraten war. Der Kreis erhöht zudem seine Zuschüsse. Entlassen werden muss keiner.

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Die Jugendakademie in Bad Segeberg ist das Zentrum der Arbeit des VJKA. Die Immobilie gehört dem Kreis.

Quelle: Detlef Dreessen

Kreis Segeberg. In der Regel steigen die Preise moderat, sagen Hans-Jürgen Kütbach, Vorsitzender des VJKA und Bürgermeister von Bad Bramstedt, sowie Martin Karolczak, alleiniger geschäftsführender Vorstand des VJKA. Seine bisherige gleichberechtigte Kollegin Christine Braun ist auf eigenen, schon länger bestehenden Wunsch aus der Führungsarbeit des VJKA ausgeschieden, leitet aber weiterhin die Kreismusikschule.

 Vom Personal mit 90 Festangestellten in Voll- und Teilzeit sowie 440 Honorarkräften muss keinem gekündigt werden, sagt Karolczak. Von Seminargruppen in der Jugendakademie in Bad Segeberg wird aber künftig Raummiete verlangt. Auch die Übernachtungspreise wurden oder werden erhöht, ebenso die Preise für das Essen und den Jugendzeltplatz Wittenborn. Außerdem werden künftig ein Controller und das Rechnungsprüfungsamt des Kreises über die Zahlen wachen und ein Abgesandter des Kreises in den vierköpfigen Vorstand einrücken.

 „Wir sind mit der Konstruktion einverstanden“, sagt Kütbach. Auch Karolczak ist „sehr froh“ über das Ergebnis. Denn der Kreis verlängert ab 2017 den Zuschussvertrag und erhöht zugleich seine Zuwendung. Rund 290000 Euro pro Jahr wird er mehr überweisen. 2017 sind es 2,09 Millionen Euro, darunter 0,8 Millionen Euro für Personal, 0,44 Millionen Euro für Miete, die der Verein an den Kreis als Eigentümer der Immobilien zahlt, und 0,84 Millionen Euro für die inhaltliche Arbeit. Die Summe steigt bis 2021 auf 2,235 Millionen Euro. „Die Zuschüsse sind auskömmlich“, kommentiert Vorsitzender Kütbach zufrieden.

 Außerdem gewährt der Kreis dem VJKA eine Stundung. Denn der Verein steht beim Kreis mit aufgelaufenen Kosten von 280000 Euro in der Schuld. Die Summe wird in drei Raten in den nächsten drei Jahren vom Verein zurückgezahlt, sagt Karolczak. Ein Teil der Beschäftigten hatte zuvor bluten müssen. Ihnen war Weihnachtsgeld gestrichen worden.

 Noch offen ist die Regelung, wie die alljährlichen Segeberger Kulturtage und andere Kulturveranstaltungen künftig organisiert werden. CDU und SPD haben vorgeschlagen, über die Gründung einer Kulturstiftung nachzudenken. Sie bräuchte eine Menge Geld, sagt Kütbach, der selbst für mehrere Stiftungen aktiv ist. Allein, um die Segeberger Kulturtage auszurichten, sei ein Stiftungskapital von mehreren Millionen Euro nötig. Oder die Stiftung würde selbst das Geld einwerben. Das leiste aber auch schon der VJKA, eine Stiftung wäre dafür nicht nötig.

 All diese Details müssen die politischen Gremien des Kreistages in den kommenden Wochen beraten. Das letzte Wort wird der Kreistag haben.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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