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Kampf um Parkplätze

Bad Bramstedt Kampf um Parkplätze

Der Bürger- und Verkehrsverein (BVV) hat seine Forderung bekräftigt, die Parkplätze im Maienbeeck im vollen Umfang zu erhalten. Der Verein sei „verärgert“, dass insbesondere die SPD in Bad Bramstedt sich für die Aufhebung einiger Stellplätze einsetze, heißt es in einer öffentlichen Erklärung.

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Dieses Foto schickte der BVV mit seiner Presseerklärung. Er will damit zeigen, wie dringend die Parkplätze genutzt werden. Aber ist die Straße damit auch attraktiv?

Quelle: BVV

Bad Bramstedt. Der BVV weist darauf hin, dass diese Straße in der Innenstadt derzeit die größte Anzahl an Parkplätzen und die umfangreichste Warenvielfalt biete. Eine kostenaufwendige „Aufhübschung“ der Straße stehe in keinem Verhältnis zu den sich daraus ergebenden Nachteilen für Kunden und Geschäftsinhaber.

 Öffentlich positioniert zur Zukunft der Straße haben sich bisher nur die FDP und die SPD. Während sich die Freien Demokraten die Haltung der Geschäftsinhaber vom Maienbeeck zu eigen gemacht haben, will die SPD einen Plan des Bauamtes durchsetzen, die Parkplätze am Straßenrand wechselseitig anzuordnen. Die Autos könnten dann auf der Fahrbahn parken und nicht mehr, wie jetzt, zu Zweidritteln auf dem Bürgersteig; der würde dann sich seiner eigentlichen Bestimmung entsprechend besser nutzen lassen.

 Für die CDU sagte der Fraktionssprecher Werner Weiß, seine Partei habe eine Arbeitsgruppe gebildet, die zunächst die Meinungen in der Partei, aber auch die der Anlieger sammeln will. „Wir sollten den Anliegern aber nichts gegen deren Willen aufsetzen“, meint Weiß. Ähnlich Fritz Bredfeldt von den Grünen: „Wir halten eine Attraktivitätssteigerung im Maienbeeck für sinnvoll, werden sie aber nicht gegen den Willen der Anlieger durchdrücken.“ Die SPD allein hat keine Mehrheit, so dass der BVV mit seiner Haltung gute Chancen in den politischen Gremien hat.

 Für die im BVV organisierten Geschäftsinhaber ist das auch gut so. „Die an der Straße vorhandenen Parkplätze werden gern und häufig von Kurzparkern genutzt, die gerade die kurzen und bequemen Wege zu den Geschäften schätzen“, meint BVV-Sprecher Karsten Peters. Zwar haben viele Geschäfte eigene rückwärtige Parkplätze, „aber eine Verlegung von Kapazitäten hinter diese Geschäfte wäre kontraproduktiv“, meint Peters. Im Übrigen würden diese Parkplätze bereits von den Mitarbeitern der Betriebe genutzt.

 Der BVV-Pressesprecher verweist zudem auf die parallel zum Maienbeeck verlaufenden Wanderwege in der Bramauniederung, die Schülern und älteren Menschen sichere Radfahrmöglichkeiten böten. Nicht umsonst heiße ein Teil davon auch „Schülersteig“.

 Den Interessen der Fußgänger will der BVV entgegenkommen, indem der Parkbereich mit Linien vom Fußgängerbereich abgegrenzt wird, um den Autofahrern eine bessere Orientierung zu geben.

 Der BVV befürchtet zudem, dass auf die Hauseigentümer Anliegerbeiträge zukommen, wenn der Maienbeeck umgestaltet wird. Da auch noch Umsatzeinbußen durch fehlende Parkplätze zu erwarten seien, fehle den Eigentümern am Ende das Budget für nötige Unterhaltungs- oder Verschönerungsarbeiten. Allerdings war bisher von Umbauten im Maienbeeck keine Rede. Der Parkverkehr sollte nur durch Markierungen neu geregelt werden.

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