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Demenz im Fokus

Welt-Alzheimertag in Segeberg Demenz im Fokus

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Im Kreis Segeberg soll mit einer ganzen Veranstaltungsreihe auf die Krankheit aufmerksam gemacht werden.

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Gehören zu dem Team, das die Alzheimerreihe am Standort Kaltenkirchen vorbereitet: (von links) Renate Amthor (Seniorenbeirat), Marina Walla-Reichardt (Pflegedienst Bliev to Huus), Ulrich Mildenberger (Pflegestützpunkt im Kreis Segeberg), Christa Bielenberg (Alzheimergesellschaft Norderstedt-Segeberg) und Ursula Schwede (private Pflegeberatung Compass).

Quelle: Isabell Pantel

Kreis Segeberg. Organisiert wird sie von der Alzheimer Gesellschaft Norderstedt-Segeberg, dem Pflegestützpunkt im Kreis Segeberg sowie den Arbeitskreisen Demenz in Kaltenkirchen, Norderstedt und Bad Bramstedt.

Deutschlandweit sind heute rund 1,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die häufigste Ursache für den Ausbruch ist eine Alzheimer-Erkrankung. Betroffene werden zunehmend vergesslich und können sich mit der Zeit immer schwerer orientieren beziehungsweise in ihrer Umgebung zurechtfinden. Im Kreis Segeberg sind von diesem Krankheitsbild aktuell rund 4000 Menschen betroffen.

 Die Veranstalter der Reihe zum Weltalzheimertag im Kreis Segeberg haben rund um den Gedenktag zehn Programmpunkte vorbereitet. Mitmachen dürfen Demenzkranke ebenso wie ihre Angehörigen sowie weitere Interessierte.Veranstaltungsorte sind Norderstedt, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Bad Segeberg. Los geht es am Freitag, 11. September, mit einem Tanzcafé im Bad Bramstedter Gemeindehaus am Schlüskamp 1. Beginn ist um 15 Uhr. Neben Musik wird es auch Kaffee und Kuchen geben. Weitere Tanzcafés werden in Kaltenkirchen und Norderstedt vorbereitet. In Norderstedt wird am Dienstag, 22. September, ab 15 Uhr in den Räumen der TSG Creativ an der Stormarnstraße 38 bis 40 gefeiert. Die Veranstaltung in Kaltenkirchen ist für Freitag, 25. September, ab 15 Uhr im Christophorushaus am Brookweg 1 geplant. Den Auftakt bildet am Freitag, 11. September, ein Tanzcafé in Bad Bramstedt. zum Abschluss wird ein Gottesdienst am Sonntag, 27. September, in Kaltenkirchen gefeiert.

 Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe steht eine szenische Lesung. Zwei Schauspieler wollen aus dem Buch „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger vortragen. Das Werk ist aus der Sicht eines Sohnes geschrieben, dessen Vater an Demenz erkrankt. Auf einfühlsame und respektvolle Weise wird darin geschildert, wie sich das Zusammenleben verändert. Die Lesung wird viermal veranstaltet: in Norderstedt am Sonntag, 13. September, ab 15 Uhr im Steertpoggsaal (Pestalozzistraße 5); in Kaltenkirchen am Montag, 14. September, ab 19 Uhr im Ratssaal (Holstenstraße 14); in Bad Segeberg am Dienstag, 15. September, ab 18.30 Uhr im Gemeindehaus der Marienkirche (Kirchplatz 4); in Bad Bramstedt am Mittwoch, 16. September, ab 19 Uhr im Gemeindehaus am Schlüskamp 1. Nach jeder Veranstaltung soll genügend Zeit bleiben, um sich mit den Schauspielern sowie mit Mitgliedern der Arbeitskreise Demenz über das Thema zu unterhalten.

 In drei Orten sollen außerdem Gottesdienste gefeiert werden, in denen speziell für Demenzerkrankte und ihre Angehörigen gebetet wird. Der erste findet am Sonntag, 13. September, ab 9.30 Uhr in der Bad Segeberger Versöhnerkirche (Falkenburger Straße 86) statt. Weiter geht es dann am Sonntag, 20. September, in der katholischen Pfarrkirche in Bad Bramstedt (Sommerland 1). Dort soll es eine ökumenische Feier geben. Den Abschluss der gesamten Reihe bildet der Gottesdienst am Sonntag, 27. September, ab 11 Uhr in der Kaltenkirchener Michaeliskirche (Kirchenstraße 2).

 In den Demenz-Arbeitskreisen engagieren sich zahlreiche Organisationen, die tagtäglich oder zumindest regelmäßig mit dem Thema Alzheimer zu tun haben. Dazu zählen beispielsweise Pflegedienste, Pflegeberatungen, Seniorenbeiräte und Hospizgruppen. Sie tauschen sich untereinander darüber aus, wie Demenzerkrankten besser geholfen werden kann. Ein großes Thema ist aber auch die Frage, wie pflegende Angehörige entlastet werden können, denn rund 80 Prozent der Demenzkranken werden bislang zuhause versorgt.

 „Die Angehörigen sind dadurch an sieben Tagen die Woche jeweils 24 Stunden gefordert“, sagt Ulrich Mildenberger vom Pflegestützpunkt im Kreis Segeberg. Eine Entlastung sei es da bereits, wenn die Kranken zumindest stundenweise in Tagespflegeeinrichtungen betreut werden könnten. Entsprechende Angebote gebe es bereits, aber nicht in ausreichender Zahl. Außerdem müsse auch noch daran gearbeitet werden, die Einrichtungen und Gruppen für Demenzkranke viel mehr auf die Bedürfnisse der Betroffenen in den verschiedenen Krankheitsstadien zuzuschneiden.

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