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A20 bis 2024 weitgehend fertig

Verkehrsminister optimistisch A20 bis 2024 weitgehend fertig

„Große Teile der A20 werden zu den Olympischen Spielen 2024 fertig werden“, um die Hamburg sich bewerben will. Konkreter wollte Landesverkehrsminister Reinhard Meyer nicht werden bei einem SPD-Treffen in Segeberg – denn die Klagewahrscheinlichkeit gehe gegen 100 Prozent.

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Die SPD im Südwesten Schleswig-Holsteins will die A20: Die SPD-Kreisvorsitzenden Stefan Weber aus Segeberg (von links) und Michael Wolpmann aus Dithmarschen, Landesverkehrsminister Reinhard Meyer, Gudrun Böttcher-Naudiet (Horst), Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Karin Thissen (Steinburg) und Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender Thomas Hölck (Pinneberg).

Quelle: Jann Roolfs

Kreis Segeberg. Meyer präsentierte den aktuellen Stand der Autobahnplanung am Sonnabend bei einem Frühstück mit vier SPD-Kreisvorsitzenden aus dem südwestlichen Schleswig-Holstein. Stefan Weber aus Segeberg, Karin Thissen aus Steinburg, Thomas Hölck aus Pinneberg und Michael Wolpmann aus Dithmarschen saßen um ihren Minister und demonstrierten: „Die SPD steht zur A20 mit Elbquerung“, formulierte Karin Thissen.

 Auf Zeichnungen präsentierten sie den Stand: Die Planungsabschnitte 3 bis 8, von Bad Segeberg aus in Richtung Elbe nummeriert, sind schon fertig überplant, oder im kommenden Jahr soll ein Planfeststellungsbeschluss vorliegen, also die Baugenehmigung.

 Und dann kommen voraussichtlich die Klagen. Für den Abschnitt bei Bad Segeberg hatte das Bundesverwaltungsgericht 2013 die Autobahnbauer ausgebremst. Der Schutz der Fledermäuse und alternative Trassenverläufe seien nicht genügend berücksichtigt worden, hatten die Richter kritisiert. Die Planer sind noch mit Nachbessern beschäftigt: „Wir haben 2014/15 jede Menge Daten gesammelt“, erklärte Meyer. Als Ergebnis zeichne sich ab, dass die meisten Tiere im größten zusammenhängenden Fledermausschutzgebiet Deutschlands vom Kalkberg aus nördlich fliegen, also weg von der A20-Trasse.

 Die Prüfung alternativer Strecken im Süden Bad Segebergs habe ergeben, dass die bisher bevorzugte Variante „nach wie vor“ am besten geeignet sei, sagte Meyer. Jetzt werde ein „Fehlerheilungsverfahren“ vorbereitet, in dem betroffene Verbände und Anlieger gehört werden. Nach den Vorstellungen der Planer soll die Autobahn dann wie vormals gedacht um Bad Segeberg herumführen, allerdings mit verbessertem Fledermausschutz, versprach Meyer.

 „Froh“, dass die Fledermausfrage geklärt sei, äußerte sich Stefan Weber, der Segeberger SPD-Kreisvorsitzende. Er will die A20 zügig weitergebaut haben. Er verwies auf den Verkehr zwischen A7 und A21, unter dem Bad Segeberg und das Umland leiden.

 Probleme warten auf die Autobahnplaner an der Elbe. Gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Tunnel bei Glückstadt liegen Klagen vor. Meyer will sie ohne Prozess vom Tisch kriegen: „Ich hoffe auf Ergebnisse im Schlichtungsverfahren dieses Jahr.“

 Unklar scheint noch zu sein, wer den Elbtunnel bauen soll. In den Planungen wurde das Modell favorisiert, die Elbquerung von einer Firma bauen zu lassen, die das Geld dann über Maut wieder hereinholt und zusätzlich einen staatlichen Zuschuss bekommt. Meyer favorisiert allerdings das dänische Modell einer staatlichen Realisierungsgesellschaft.

 Karin Thissen stellte klar, „dass man Natur nicht zerstören darf, trotzdem kann man Autobahnen bauen.“ In Anspielung auf die Segeberger Fledermäuse und eine Fischart, die bei Kollmar entdeckt wurde und als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste geführt wird, sagte Thissen: „Es geht nicht darum, Wohlfühloasen für Fledermäuse oder Schlammpeitzger zu schaffen.“

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