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Vermisste Rentnerin ist tot

Bad Segeberg Vermisste Rentnerin ist tot

Die 76-jährige Bad Segebergerin, nach der die Polizei seit Mittwochnacht gesucht hatte, wurde am späten Donnerstagnachmittag tot aufgefunden. Eine Spaziergängerin entdeckte den leblosen Körper gegen 16.30 Uhr im Großen Segeberger See und setzte sofort einen Notruf ab.

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Feuerwehrleute in wasserdichten Rettungsanzügen übernahmen die Bergung.

Quelle: Thorsten Beck

Bad Segeberg. Wie Polizeihauptkommissarin Sandra Mohr, Sprecherin der Direktion Segeberg, inzwischen bestätigte, wurde die Leiche der Bad Segebergerin im Großen Segeberger See entdeckt und von der Freiwilligen Feuerwehr geborgen. Hinweise auf ein mögliches Fremdverschulden lägen aktuell nicht vor, sagte die Beamtin. Die Kriminalpolizei hat dennoch die Ermittlungen aufgenommen.

Die Rentnerin war in der Nacht zu Mittwoch von der Familie als vermisst gemeldet worden. Auch die Helfer der Bad Segeberger Feuerwehr hatten seitdem ein Foto der 76-Jährigen und eine Beschreibung der Kleidung dabei, die sie am Tag ihres Verschwindens trug. Nachdem eine Zeugin gegen 16.30 Uhr unweit der Badestelle des Campingplatzes am Kastanienweg eine leblose Person entdeckt und sofort einen telefonischen Notruf abgesetzt hatte, rückten neben Polizei und Notarzt auch die Blauröcke mit drei Fahrzeugen sowie ihrer Ausrüstung für eine Wasserrettung an, darunter das Schlauchboot.

Zwei mit gelben Spezialanzügen - wasserdicht, wärmend und extra für solche Einsätze angeschafft - bekleideten Feuerwehrleuten gelang es, den Körper zu bergen. Er trieb laut Zeugenaussagen rund fünf Meter vom Ufer entfernt. Obwohl keine Papiere gefunden wurden, habe sofort alles auf die Vermisste hingedeutet, sagte ein beteiligter Helfer später der SZ. Nach ersten Erkenntnissen dürfte die Frau zuvor mindestens 48 Stunden lang im Wasser gelegen haben. Die 76-Jährige hatte ihr Haus im Osten der Kreisstadt, nicht weit entfernt vom Ortsausgang nach Stipsdorf, irgendwann im Laufe des Dienstags verlassen und war seitdem verschwunden. Auch weil sie bestimmte Medikamente benötigte, entschloss sich die Polizei zu einer Suchmeldung.

Dass es bis zur Entdeckung solange gedauert hat, liegt daran, dass ein lebloser Körper zunächst im Wasser versinkt und aufgrund biologischer Prozesse erst einige Zeit später wieder an die Oberfläche kommt. Auch wenn die Kripo nicht von einer Gewalttat ausgeht, sollen jetzt noch genauere Untersuchungen folgen. Nach wie vor sind zwei Erklärungen denkbar: Unfall und Selbsttötung.

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