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Turbulente Vereinsversammlung

Seedorf-Berlin Turbulente Vereinsversammlung

Turbulente Jahreshauptversammlung des Berliner SC: Die Sitzung wurde nach zwei Stunden abgebrochen. Trotz klarer Stimmverhältnisse nahm der 21-jährige Steffen Gloe die Wahl zum neuen Vorsitzenden nicht an - obwohl er sich eingangs für das Amt zur Verfügung gestellt hatte.

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Bogenschütze Sebastian Hamdorf (links) bewarb sich ebenso für das Amt des Vorsitzenden wie Steffen Gloe. Da Gloe trotz klarer Stimmenmehrheit das Amt des Vorsitzenden doch nicht annehmen wollte, wurde die Versammlung abgebrochen und vertagt.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Seedorf-Berlin. Nach einigem Hin und Her wollte Versammlungsleiter Gert Lentföhr die Mitglieder und Gäste nach Hause schicken. Die Entscheidung Lentföhrs, der auch Bürgermeister der Gemeinde Seedorf ist, wurde mit 40:39 Stimmen denkbar knapp von der Versammlung akzeptiert.

 Die noch amtierenden Vorstandsmitglieder um den 2. Vorsitzenden Volker Kähler, der als Wurfscheibenschütze Spartenleiter aller Schützen im Verein ist, kündigten die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung für Ende November an. Die wird neben den Vorstandswahlen auch noch den Haushalt für 2016 beschließen und sich mit einigen Anträgen seitens der Mitglieder befassen müssen.

 Nach vierjähriger Amtszeit hatte Johannes Drössler nicht mehr für den Vorsitz im 1948 gegründeten BSC kandidiert. Drössler, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, nannte gesundheitliche Gründe für seine Entscheidung. Auch die seit 1974 im Verein tätige und seit 2002 als Schriftführerin fungierende Angela Pohlmann trat nicht wieder an. Beide wurden im Zuge der Entlastung des Vorstands ordnungsgemäß aus ihren Funktionen entlassen. Dann aber kippte die Stimmung im Saal der Seedorfer Turmschänke.

 Die innerhalb des BSC in den Vordergrund drängenden Bogenschützen strebten die Wahl ihres Spartenleiters Sebastian Hamdorf (34) zum neuen Vereinschef an. Aus den Reihen des alten Vorstands wurde mit Steffen Gloe der Spartenleiter Badminton ins Spiel gebracht. Beide signalisierten in einer Vorstellungsrunde ihre Bereitschaft, im Falle eines Wahlsieges den Verein führen zu wollen. In geheimer Wahl stimmten 58 von zu diesem Zeitpunkt 82 Stimmberechtigten für Gloe. Der aber war vom klaren Votum der Mitglieder alles andere als freudig überrascht. Er druckste ein wenig herum, ehe er den Wählern eine Absage erteilte: „Ich traue mir das mit meinen 21 Jahren zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu.“

 Nun schlug Johannes Drössler einen weiteren Wahlgang vor. Gert Lentföhr konnte und wollte diesen Weg, dem insbesondere die Bogenschützen zugetan waren, nicht gehen. Hätte ein weiterer Wahlgang doch gegen das Vereinsrecht verstoßen. Plötzlich wollte der ebenfalls in der Schützenabteilung aktive Rüdiger Stadus (56), der zuvor als Stimmenzähler geholfen hatte, ebenfalls seinen Hut in den Ring werfen. Seine Motivation: Angesichts der angespannten Lage des BSC, der durch die Auflösung der Handballsparte auf 337 Mitglieder geschrumpft sei, wolle er den Verein beruhigen. Wie die Mitglieder seine Kandidatur bewerten, wird Stadus - sofern er auf der außerordentlichen Sitzung antritt - frühestens in einigen Wochen erfahren.

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