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Kunstrasenplatz wird eingeweiht

Bad Bramstedt Kunstrasenplatz wird eingeweiht

Der Bau des Kunstrasen-Sportplatzes auf dem Schäferberg war wohl eines der politisch umstrittensten Themen der letzten Jahre. 560000 Euro hatte die hochverschuldete Stadt für die Umwandlung eines Grandplatzes eingeplant. Nun ist die Spielfläche fertig verlegt.

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Betreten verboten: Noch darf niemand auf dem teuren Kunstrasen spielen. Doch am 10. Mai wird der Platz offiziell eröffnet. Er kostete mehr als eine halbe Million Euro.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Am Sonntag, 10. Mai, ist ab 11.15 Uhr offizielle Eröffnung. Immerhin: Der Platz wird 45000 Euro billiger als geplant.

 CDU und SPD hatten mit ihrer Stimmenmehrheit das Projekt in der Stadtverordnetenversammlung gegen die FDP und die Grünen durchgesetzt. Die Stadt selbst muss 345000 Euro bezahlen, der Rest wird durch überörtliche Zuschüsse und Eigenleistungen der Bramstedter Turnerschaft (BT) gedeckt.

 20 Mannschaften mit insgesamt 440 Spielern gibt es in der Fußballabteilung der BT. Derzeit hat die Sparte die zweitgrößte Kinder- und Jugendabteilung im Kreissportverband Segeberg. Die Kicker beklagten sich aber seit Langem über die unzureichenden Trainingsmöglichkeiten, vor allem im Winter. Der mit Flutlicht ausgestattete Rasenplatz ist dann meistens gesperrt, um den Naturrasen zu schonen. Was für das abendliche Training blieb, war der Grandplatz, der ebenfalls Flutlicht hat. Dessen Schlackenoberfläche birgt aber deutlich mehr Verletzungsrisiko als eine Grasnarbe und ist bei den Spielern unbeliebt.

 Nach langer Überzeugungsarbeit gelang es schließlich, eine politische Mehrheit für den Ersatz der Schlacke durch einen Kunstrasenplatz zu gewinnen. Allerdings brandmarkten nicht nur Grüne und FDP die Investition als Luxus, den sich eine klamme Stadt wie Bad Bramstedt nicht leisten könne, auch in Leserbriefen an die SZ gab es Kritik.

 Im September 2014 wurde mit dem Bau begonnen. Viele Helfer aus dem Sportverein leisteten rund 2000 Arbeitsstunden, um die Kosten zu senken. Und 60000 Euro musste die BT selbst zur Finanzierung beitragen. Gut 100000 Euro steuerte der Kreis aus Sportförderungsmitteln bei. Den Rest brachte die Stadt auf.

 „Insgesamt wurden 7848 Quadratmeter Kunstrasen und 1750 Meter Entwässerungsleitung verlegt. Zuvor waren 2800 Tonnen Grandmaterial und Unterbau ausgebaggert und entsorgt sowie 3200 Tonnen verschiedene Schüttgüter eingebaut worden“, erklärte der Vorsitzende der BT-Fußballabteilung, Stephan Tanneberger. „Alleine durch die Muskelkraft von Mitgliedern konnten wir bei den Abbrucharbeiten einen Gegenwert von 5000 Euro einbringen“, hob er gegenüber der SZ hervor. Durch kostenlose Zurverfügungstellung von Maschinen und Spenden könnten die Eigenleistungen des Vereins auf 86000 Euro beziffert werden, sagte Tanneberger.

 Am Eröffnungstag will die Fußballabteilung unter Beweis stellen, dass es im Verein international zugeht. Beim Einlauf gegen 11.30 Uhr werden 23 Nationen unter den Fußballern vertreten sein. Außerdem will Sinan Öztürk, der seine Ballkünste auch schon im Fernsehen vorgeführt hat, die Besucher mit einer Show beeindrucken. Natürlich wird, nach einigen Begrüßungsworten, auch Fußball gespielt.

 Kinderschminken, Hüpfburg, Torschussgeschwindigkeitsmessen sowie internationale Küche, Bowle und Bier vom Fass sowie eine kleine Aufmerksamkeit für die Mütter am Muttertag runden das Programm ab.

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