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Falschfahrer vorm Kreishaus

Baustellenverkehr Falschfahrer vorm Kreishaus

Nur einen Tag nach ihrer Einrichtung hat sich die Baustelle vor dem Kreishaus zu einem Gefahrenpunkt entwickelt. Gleich reihenweise drängen sich Autofahrer verkehrswidrig durch den einspurigen Gegenverkehr. Die Polizei musste mehrfach einschreiten.

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In der Baustelle vor dem Segeberger Kreishaus scheinen Verkehrsregeln nicht zu gelten. Bis zu sieben Autofahrer lenkten ihre Wagen gern auf die gesperrte Gegenfahrbahn. Der Einzige, der dort fahren durfte, musste auf den Fußweg ausweichen.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Weil eine Regenwasserleitung bei ihrer Verlegung nicht ordnungsgemäß angeschlossen worden ist, muss derzeit in Höhe der Fußgängerampel vor dem Kreishaus nachgebessert werden. Die Bauarbeiten machen es nötig, die Hamburger Straße einseitig zu sperren – und zwar in Richtung Innenstadt. Dieses Hindernis wollen nun offenbar viele Autofahrer nicht wahr haben.

 Mancher Zeitgenosse scheint keine allzu innige Bindung zu seinem Führerschein zu haben; anders sind die abenteuerlichen Szenen, die sich nun neben den Baken abspielen, kaum zu erklären: Bis zu sieben Fahrzeuge hintereinander fuhren trotz Sperrung in ihrer Fahrtrichtung durch die Baustelle. Entgegenkommenden Autofahrern blieb nichts Anderes übrig, als auf den Bürgersteig zu fahren. Da sich die Baustelle direkt neben einer Abzweigung befindet, kommt es zu brenzligen Situationen, wenn sich auf der einzigen Fahrspur unerwartet Wagen in unterschiedlicher Richtung gegenüber stehen.

 Radfahrer und Fußgänger auf dem Überweg wurden auch schon von beiden Seiten in die Zange genommen. Die Präsenz der Bad Segeberger Polizei konnte nur kurzfristig für geordneten Verkehr sorgen. Kaum stand ein Streifenwagen an der Baustelle, drehten selbst angehende Übeltäter in letzter Sekunde um und fuhren artig einen Umweg. Kaum waren die Beamten jedoch weg, wurde wieder der „kurze Dienstweg“ über die Gegenfahrbahn benutzt. Einige Fußgänger konnten sich nur durch sehr sportliche Ausweichmanöver vor den Fahrzeugen in Sicherheit bringen. Verletzt wurde bislang niemand, aber wenn sich das Verhalten der Autofahrer fortsetzt, ist das nur eine Frage der Zeit.

 Noch bis Sonnabend, 24. Oktober, bleibt die Baustelle laut dem Tiefbau-Experten Robin-Arne Otten vom städtischen Bauamt stehen. Der Umbau der Leitungen schlägt mit rund 10000 Euro zu Buche. Doch auch für manche Verkehrsteilnehmer kann es noch eine teure Baustelle werden...

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