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Bei Kerzenlicht eingekauft

Bad Bramstedt Bei Kerzenlicht eingekauft

Zwar nähert sich die Weihnachtszeit unaufhaltsam; doch von winterlichen Temperaturen ist noch nichts zu spüren. Bei frühlingshaften 15 Grad hätten die Geschäftsleute, die sich am Candlelight-Shopping beteiligt hatten, lieber gekühlte als heiße Getränke anbieten können.

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Auch wenn die Temperaturen eher frühlingshaft waren, ließen sich Renate und Lothar Schmidt den von Andreas Schroedter (links) ausgeschenkten Glühwein aus einer Mischung mit Rum und Pflaume gut schmecken.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Dennoch ließen es sich zahlreiche Bad Bramstedter und Gäste aus den umliegenden Dörfern nicht nehmen, das zusätzliche Kaufangebot zu nutzen. Schließlich waren die Geschäfte bis 21 Uhr geöffnet und lockten mit besonderen Angeboten. Bereits seit 15 Jahren organisiert der Bürger- und Verkehrsverein Bad Bramstedt (BVV) das Candlelight-Shopping-Erlebnis.

 Heinz Jürgen Ziegenhage und seine Begleiterin Ute von Riesen kamen sogar aus Sarlhusen, um ganz gezielt in Bad Bramstedt nach Gegenständen aus Holz zu suchen, mit denen sie ihr Holzhaus und den Garten verschönern können: „Wir kommen immer nach Bad Bramstedt zum Einkaufen.“ Das taten aus Andrea und Manfred Spies, die sich nach neuen Schuhen umsahen: „Wir nutzen die Zeit, um einmal in Ruhe gemeinsam einzukaufen“, sagte Andrea Spies.

 Auch wenn keine großen Fußgängerströme in der Stadt zu beobachten waren, füllten sich einige Geschäfte deutlich mit Kunden. Entsprechend zufrieden zeigten sich auch die Inhaber, wie Jürgen Knoop von Eisenwaren Hingst: „Wir haben viele Kunden heute Abend, aber es geht uns auch um die Imagewerbung.“ Knoop hatte extra für diesen Abend eine Aktion gestartet, die viele Kunden gerne nutzten: Für alles was in eine von ihm ausgegebene Einkaufstasche hineinpasste, wurde 15 Prozent Rabatt gewährt. Auch in anderen Geschäften gab es Rabatt-Aktionen.

 Doch nicht nur die Preise machten das Candlelight-Shopping zu einem besonderen Einkaufserlebnis, sondern auch die entspannte Atmosphäre, die in den Läden geboten wurde. So gehört es bei Buch und Medien schon seit Jahren zum guten Ton, die Band „Mr. B and Company“ spielen zu lassen. Sitzgelegenheiten luden dazu ein, bei Kaffee und anderen Getränken in Ruhe klönen zu können, in Büchern zu stöbern oder auch nur der Musik zu lauschen.

 Möhren sollen bekanntlich gut für die Augen sein. Damit ist sicherlich die Karottensuppe zu erklären, die bei Optiker Rainer Jahn gereicht wurde.

 Auch wenn er mit dem Kundenstrom sehr zufrieden war, monierte Michael Busch von Brillen Bube, dass der Bleeck, der für viel Geld umgestaltet wurde, kaum Teil des abendlichen Einkaufens war. Im Norden begrenzte Eisenwaren Fülscher das Geschehen, dazwischen war „tote Hose“. Viele Geschäftsleute bemängelten, dass der Bleeck vor dem Candlelight-Shopping noch einmal gesperrt wurde, um Gasleitungen zu verlegen. Eine Arbeit, die ihrer Meinung nach direkt beim Umbau hätte erfolgen können.

 Reimer Fülscher blieb trotzdem gelassen: „Die Bleecker haben bisher alles überstanden. Da schaffen uns auch die Stadt oder die Stadtwerke nicht.“

 Er ist aber auch der Auffassung, dass vielleicht zu viele Aktivitäten wie das Candlelight-Shopping stattfinden und deshalb bei einigen Geschäftsleuten einfach die Lust fehlt, sich bei allen zu beteiligen. „Fünf bis sechs Mal im Jahr sind wir gefordert“, so sein Einwand.

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Uwe Straehler-Pohl

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