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Rewe-Pläne: Viele offene Fragen

Henstedt-Ulzburg Rewe-Pläne: Viele offene Fragen

Die geplante Ansiedlung des Rewe-Konzerns sorgt in Henstedt-Ulzburg weiter für Unruhe. In der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses gab es Diskussionsbedarf. Die Dimensionen des Gebäudes sind allerdings auch enorm: 525 Meter lang, 180 Meter breit, bis zu 30 Meter hoch.

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So soll der Neubau eines Logistik- und Verwaltungszentrums des Handelskonzerns Rewe aussehen.

Quelle: Planungsgruppe Skribbe-Jansen

Henstedt-Ulzburg. Am Ende waren die Kommunalpolitiker im Ratsaal sich einig: Ein Vertreter der Rewe soll vor dem Ausschuss die Pläne vorstellen und die vielen offenen Fragen der Fraktionen beantworten. Das wird voraussichtlich erst Anfang des nächsten Jahres möglich sein.

 Grund der Vertagung sind die Pläne, die Wieland Schreiber von der Planungsgruppe Skribbe-Jansen aus Münster im Auftrag der Rewe vorstellte. Auf einer Fläche von fast 25 Hektar will das Handelsunternehmen im Gewerbegebiet Alte Heidekoppel einen Zentralstandort für die Region Nord errichten. Geplant ist ein großes Logistikzentrum plus Verwaltung und Möglichkeiten der Mitarbeiterschulung. Entstehen könnten gut 1000 neue Arbeitsplätze. Laut Diplomingenieur Schreiber ist eine Halle mit einer Grundfläche von 85000 Quadratmetern vorgesehen.

 20 Prozent des Grundstücks sollen begrünt werden. Ausreichend Parkplätze sind laut Schreiber – sollten die Pläne in dieser Form umgesetzt werden – vorhanden. 450 Stellplätze für Autos sowie über 90 Warteplätze für Lastwagen sollen gewährleisten, dass sich keine Fahrzeuge in der näheren Umgebung einen Parkplatz suchen und damit vielleicht nicht nur das Gewerbegebiet belasten. „Das garantieren wir“, sagte Schreiber, der von Erfahrungswerten mit anderen Rewe-Standorten in Deutschland sprach.

 Nachfragen der CDU-Fraktion, ob sich durch die Übernahme von Coop etwas an den Plänen der Rewe für Henstedt-Ulzburg ändern würde, konnte Schreiber nicht beantworten. „Das muss geklärt werden“, betonte Ausschussvorsitzender Horst Ostwald (SPD). Auch ein als Erweiterungsfläche bezeichneter Bereich auf der Zeichnung des Planungsbüros macht den Henstedt-Ulzburger Kommunalpolitiker Sorgen. Sie waren – so die einhellige Meinung – von einer anderen Planung ausgegangen. „Ich fühle mich veräppelt“, sagte WHU-Mitglied Kurt Göttsch. „Ich kann jetzt gar nicht sagen, wie wir dazu stehen.“

 Falten auf die Stirn treibt den Mitgliedern des Ausschusses das Verkehrsaufkommen, das mit einer Rewe-Ansiedlung erhöht würde. Diplomingenieur Jürgen Carls vom Planungsbüro RK hat für Rewe eine Verkehrsuntersuchung erarbeitet. Demnach werden voraussichtlich fast 3000 Fahrzeuge täglich zusätzlich die Straßen belasten. Die meisten davon werden den direkten Weg zur Autobahn nehmen, allerdings würden auch Richtung Kaltenkirchen und Kisdorf einige hundert Autos und Lastwagen die Straßen benutzen. Der Knotenpunkt Hamburger Straße/Ulzburger Straße/Gutenbergstraße soll ausgebaut werden. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein habe dafür grünes Licht signalisiert. Dafür müsste die Gemeinde Kisdorf allerdings Flächen abgeben.

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Die geplante Ansiedlung von Rewe in Henstedt-Ulzburg wird nach Aussagen von Andreas Persigehl, Logistikleiter Rewe Nord, keine Auswirkungen auf den Standort Kiel von Coop haben. Nach dem Einstieg von Rewe bei Coop werde es keine Zusammenlegung der beiden Logistikzentren an einem Ort geben.

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