25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Streik in vier von zehn Kitas

Henstedt-Ulzburg Streik in vier von zehn Kitas

Der unbefristete Streik in vielen kommunalen Kitas zwingt auch mehrere Eltern in Henstedt-Ulzburg, Betreuungsalternativen zu finden.

Voriger Artikel
Ein faszinierendes Bauwerk
Nächster Artikel
Ein Fußballplatz der Zukunft

Die kommunale Kita am Tiedenkamp im Ulzburger Gewerbegebiet wird bestreikt.

Henstedt-Ulzburg. Von dem Ausstand, zu dem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgerufen hat, sind bislang zwei der zehn örtlichen Einrichtungen in Trägerschaft der Gemeinde betroffen. Zwei weitere sollen nächste Woche hinzukommen. Die Krippe Beckersberg mit 30 Betreuungsplätzen wird bereits seit vergangenem Freitag bestreikt. Bis einschließlich morgen soll die Einrichtung geschlossen bleiben. Der benachbarte Kindergarten ist vom Streik nicht betroffen.

In der Kindertagesstätte am Tiedenkamp (insgesamt 30 Kinder, davon 10 in der Krippe) ruht seit gestern der Betrieb. Erst am Mittwoch soll es in der Einrichtung im Ulzburger Gewerbegebiet weitergehen, wahrscheinlich aber mit eingeschränktem Angebot. Angekündigt wurde zudem, dass die Wald-Kita (insgesamt 64 Kinder, davon 10 in der Krippe) in Ulzburg-Süd am Montag, 18. Mai, wegen des Streiks geschlossen bleiben muss. Gleiches gilt für die Kita im Bürgerhaus mit Kindergarten (60 Kinder) und Hort (100 Kinder). „Eine alternative Unterbringung kann von Seiten der Gemeinde zurzeit leider nicht gewährleistet werden“, teilte Malte Pohlmann, Pressesprecher der Verwaltung mit. Über die Auswirkungen des Streiks informiert die Gemeinde aktuell auf ihrer Homepage ( www.henstedt-ulzburg.de).

Die Beschäftigten vieler kommunaler Kitas streiken, weil sie ihre pädagogische Arbeit besser bezahlt haben möchten. Unterstützt von den Gewerkschaften Verdi, GEW und DBB fordern sie durchschnittlich zehn Prozent mehr Geld. Während des Arbeitskampfes müssen die Kommunen den Streikenden keine Gehälter zahlen. Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg wird für jeden nicht geleisteten Arbeitstag einen Bruchteil des Gehalts abziehen. Ob Eltern, deren Kita-Kinder wegen des Streiks nicht betreut werden, Gebührenanteile zurück erhalten, ist dagegen noch nicht entschieden. Wegen höherer Gewalt ist die Gemeinde nicht zu einer Rückzahlung verpflichtet.

In dem Tarifkonflikt geht es ausschließlich um Sozial- und Erziehungseinrichtungen, die kommunal sind. Die Einrichtungen anderer Träger wie Kirchengemeinden, Deutsches Rotes Kreuz und Lebenshilfe sind von dem Streik nicht betroffen. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Michael Zwicker

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige