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L75-Sanierung nervt Anwohner

Alveslohe L75-Sanierung nervt Anwohner

„Schildbürgerstreich“, „dilettantische Arbeitsweise“ und „untragbarer Zustand“ – Betroffene von der Grundsanierung der Landesstraße 75 in Alveslohe sind mit ihrer Geduld am Ende und haben mit drastischen Formulierungen beschrieben, wie sie die Baumaßnahme erleben.

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Sackgassenschild und Absperrung halten viele davon ab, bis zum Restaurant Kreta, zur Kadener Mühle oder zum Gut Kaden weiterzufahren. Das beeinträchtigt den Umsatz erheblich.

Quelle: Heinrich Pantel

Alveslohe. Mitte Oktober 2016 wurde die knapp vier Kilometer lange Ausbaustrecke zwischen dem Ortsausgang von Alveslohe und der Hamburger Straße in Henstedt-Ulzburg für den Durchgangsverkehr gesperrt. Ende Mai sollte das Vorhaben abgeschlossen sein. Das tatsächliche Ende ist aber nicht in Sicht. „So kann es nicht weitergehen“, stellte der neue CDU-Landtagsabgeordnete Ole-Christopher Plambeck klar. Die zuständige Behörde ist der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Itzehoe, für die Ausführung ist die Baufirma Groth und Co aus Pinneberg verantwortlich.

Bürgermeister Peter Kroll skizzierte den bisherigen Ablauf der Arbeiten und bemängelte, dass Terminangaben nicht eingehalten wurden. „Man kann nicht -zig Baustellen zur selben Zeit aufmachen und alles unverantwortlich in die Länge ziehen. Das ist ein unhaltbarer Zustand.“ Wochenlang habe es auf der Strecke „null Bautätigkeit“ gegeben.

Sven Füllmich, der Geschäftsführer von Hanseat Schlauchtechnik, sagte, dass sein Betrieb seit Monaten nur auf großen Umwegen zu erreichen sei. Ähnlich äußerte sich sein Nachbar Jörg Biel (Claas Landmaschinen). Als er Mitarbeiter der Baufirma auf den langen Stillstand ansprach, wurde ihm gesagt, es bestünden Probleme mit dem Boden und das führe zu Verzögerungen. Peter Kroll ergänzte, dass im Rahmen des Autobahnbaus Anfang der 1970er Jahre bei der Zufahrt zur Brücke belastete Materialien verwendet und aufgeschüttet wurden. Das habe jetzt in der Tat zu Verzögerungen geführt.

Besonders betroffen vom gekappten Durchgangsverkehr ist die Familie Athanasiadis, die das Restaurant Kreta führt. Man kann zwar inzwischen problemlos von Alveslohe kommend das Haus erreichen, Besucher aus Henstedt-Ulzburg müssen aber große Umwege fahren. „Gerade da kommen viele Gäste von uns her“, meinte der Sohn Victor.

Über Umleitungen zum gewünschten Ziel zu kommen, ist für Ortsfremde nicht einfach. Geschäftsführer Wolfgang Mych vom Gut Kaden sagte dazu: „Wir müssen in der Woche bestimmt hundert Mal Leuten den Weg beschreiben, wie sie zu uns finden können.“ Behörde und Baufirma attestierte er ein „total dilettantisches“ Vorgehen. Plambeck versprach, das Verkehrsministerium umgehend schriftlich auf die Misere aufmerksam zu machen.

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