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Wettstreit der Leseratten

Kleine Vorleser Wettstreit der Leseratten

Das Projekt Lesemütter, die an Grundschulen Erst- und Zweitklässlern vorlesen, fruchtet offenbar. Kinder, die daran teilgenommen haben, lagen jetzt beim Segeberger Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs  weit vorne – und stellen  den Kreissieger. Gewonnen hat Ann-Sophie Meier (11) aus Tangstedt.

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Alle 20 Schulsieger des Vorlesewettbewerbs fanden es „klasse“, beim Kreisentscheid in Norderstedt teilnehmen zu dürfen. Sie erhielten als Anerkennung jeweils ein Buchgeschenk.

Quelle: Gudrun Ehlers

Kreis Segeberg. Das Mädchen besucht das Lessing-Gymnasium in Norderstedt. Ann-Sophie war schon immer eine große Leseratte und liest auch schon mal drei Bücher gleichzeitig nebeneinander. Regelmäßig kommt sie in die Bücherei nach Norderstedt oder nutzt die Fahrbücherei in Tangstedt.

 „Ich lese ganz unterschiedliche Sachen, nur nicht so gerne Fantasy-Romane“, erzählte sie. Wenn sie mal nicht liest, reitet oder näht sie und spielt Handball. Auch zwei weitere ehemalige Mitschüler, Jan Riedel und Jakob Theise, die mit ihr dieselbe Grundschulklasse in Tangstedt besucht hatten, zählten zu den besten Vorlesern. „Das spricht ja wohl für die Klassenlehrerin, die den Kindern damals das Lesen beigebracht hat“, meinte die Mutter der Gewinnerin, Maren Meier. Es hatte wohl auch das Projekt Lesemütter an der Schule dazu beigetragen. Hierbei lesen Mütter Kindern der ersten und zweiten Klassen vor.

 Siegerin Ann-Sophie Meier erhielt als Belohnung zwei Bücher und einen Büchergutschein über 25 Euro. Alle 20 angetretenen Schulsieger aus dem Kreis Segeberg bekamen je ein Buch. Für die Gewinnerin geht es weiter zum Bezirksentscheid nach Neumünster im März, danach vielleicht weiter nach Kiel zum Landesentscheid oder gar zum Bundesfinale im Juni in Berlin. Sicher ist Ann-Sophie der Sitz in der Kreisjury des nächsten Jahres.

 Die Entscheidung fiel in der Stadtbücherei Norderstedt-Mitte. Kinderbuchleiterin Christina Gerisch hatte den Wettbewerb organisiert. In drei Gruppen eingeteilt, las jedes Kind erst aus einem schon bekannten Buch eine drei Minuten dauernde Textpassage vor. Buch wie Textausschnitt durften die Kinder frei wählen. Zu Beginn gaben die Kinder eine kurze Inhaltsangabe zum gesamten Buch.

 Vertreten waren alle Genres: Abenteuergeschichten, Krimis, Unheimliches, Fantasy und Science Fiction. Zwischen den Lesungen der Gruppen gab es Pausen, damit die Kinder verschnaufen konnten. Denn alle waren schrecklich aufgeregt, obwohl sie das Vorlesen vor den Klassenkameraden und vor der gesamten Schule als viel schlimmer empfunden hatten.

 Geübt hatten die Kinder unterschiedlich. Faiz Nieswandt von der Schule am Burgfeld in Bad Segeberg konnte seinen Text aus „Max und die Wilde 7“ fast schon auswendig vorsprechen, so oft hatte er ihn gelesen. Eine besondere Leistung gelang Lara Sophie Klein von der Jürgen-Fuhlendorf-Schule in Bad Bramstedt. Trotz schlimmer Erkältung trat sie an. Die Stimme versagte ihr fast beim Vorlesen: „Ich wollte unbedingt kommen. So eine Chance bekommt man nicht wieder!“

 Sechs der 20 Jugendlichen gelang der Sprung in die Endrunde. Christina Gerisch legte ihnen einen unbekannten Vorlesetext vor. Ausgesucht hatte sie „Das Geheimnis Nr. 32“ von Timm Milan. Kennen konnten die Kinder das Buch nicht. Es war gerade erschienen.

Von Gudrun Ehlers

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