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Wirtschaftsförderung im Umbruch

WKS Wirtschaftsförderung im Umbruch

In wirtschaftlicher Hinsicht steht der Kreis Segeberg gut da, hat aber noch Luft nach oben. Das meint die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WKS), eine 100-prozentige Tochter des Kreises. Ein personeller Umbruch an der Spitze bietet die Gelegenheit, an der strategischen Ausrichtung zu feilen.

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Maike Moser übernimmt am Montag, 1. Februar, kommissarisch die Geschäftsführung der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WKS) von Ulrich Graumann.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. Für die Arbeit der WKS sieht ihr Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Jorkisch auch noch Potenzial. Er möchte die WKS-Aufgaben auf das Management von Gewerbeflächen ausweiten.

 Das neue Gesicht der WKS ist Maike Moser als kommissarische Geschäftsführerin. Sie übernimmt am Montag den Schreibtisch von Ulrich Graumann (61), der nach viereinhalb Jahren Aufbauarbeit geht. Die 43-jährige Juristin wohnt in Norderstedt und arbeitet seit zweieinhalb Jahren im Beteiligungsmanagement des Kreises Segeberg. Dadurch kennt sie sich auch bei der WKS aus. Die Übergabe sei bisher „gut und professionell“ gelaufen, sagte sie am Freitag vor der Presse. „Vertrauen und Kontinuität sind die Grundpfeiler unserer Arbeit.“ Es werde keinen Stillstand geben. Vorerst wird sie an jedem Wochentag vormittags im „Haus der Wirtschaft“ in Bad Segeberg tätig sein. Der Kreis Segeberg als ihr Arbeitgeber habe „viel Entgegenkommen“ gezeigt.

 Graumann, der seinen einvernehmlichen Abschied von der WKS überraschend Mitte Dezember verkündet hatte, will erst einmal ausgiebig Urlaub machen. Zum Abschied präsentierte er am Freitag den ersten Wirtschaftsbericht für den Kreis Segeberg, in dem Daten und Fakten – von der Bevölkerungsentwicklung bis zu zertifizierten Landschaftsführern – aus verschiedenen Quellen zusammengetragen sind.

 Der Übergang ist geregelt. Wie es weitergehen wird, noch offen – personell und inhaltlich. Die WKS habe noch keine Stellenanzeigen für einen neuen Geschäftsführer aufgegeben, berichtete Jorkisch. Bis zur nächsten Sitzung im März sei Zeit, über die „strategische Ausrichtung“ zu beraten und darauf aufbauend das Profil des „Neuen“ zu fokussieren.

 Zurzeit kann die WKS nicht mit Gewerbegrundstücken handeln. Sie soll Unternehmensgründungen forcieren, Netzwerke bilden, für Segeberg werben sowie zwischen Politik und Wirtschaft vermitteln. Jorkisch plädierte dafür, der WKS „die Tür dazu aufzuhalten, ins Eigengeschäft einzusteigen“. An dieser Aufgabe sind im Kreis Segeberg zwar schon Vorgängergesellschaften gescheitert. Doch man könne ja durchaus aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, meinte der Aufsichtsratsvorsitzende. Es sei an der Zeit, die Entwicklung von Gewerbeflächen in die WKS-Hand zu nehmen, weil irgendwann das Autobahnkreuz (A20/A21) bei Bad Segeberg kommen werde und dort ein neues Wirtschaftszentrum mit Strahlkraft im Umkreis von 15 bis 20 Kilometer entstünde.

 Prof. Rüdiger Soltwedel als Sprecher vom „Bündnis für Wirtschaft“ denkt schon weiter. So wie Norderstedt, Quickborn, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Neumünster als Marke „Nordgate“ antreten und an der A7 im Norden Hamburgs freie Gewerbeflächen anbieten, sollten die Gemeinden im eher schwach aufgestellt Segeberger Nordostkreis kooperieren. „Wir überlegen, ob es Sinn macht, eine Eastgate-Kooperation der Kommunen entlang der A20/A21 in Gang zu bringen.“

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