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20 Jahre Kinderhilfe in Kenia

Wahlstedt 20 Jahre Kinderhilfe in Kenia

Auf eine erfolgreiche Entwicklungshilfe im afrikanischen Kenia kann der „Förderkreis Wandumbi – Kinder helfen Kindern“ zurückblicken. An zwei Schulen, die die Wahlstedter seit 20 Jahren unterstützen, wird über 200 geistig behinderten Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht.

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Afrikanische Gäste waren unlängst zu Besuch in Wahlstedt, um sich vor allem über Inklusion in Schleswig-Holstein zu informieren. Darunter Reverend Robert Gibson Gichuki und dessen Frau Mariam (oben) sowie drei weitere Besucher aus Kenia.

Quelle: Karsten Paulsen

Wahlstedt. „In den letzten 20 Jahren sind nicht nur Schulgebäude in Wandumbi und Komothai gewachsen, sondern auch Patenschaften, Freundschaften und immer wieder der Wunsch, jungen Menschen in Kenia Lern- und Lebenschancen zu geben“, zog Vorsitzender Ulrich Vorlauf eine positive Bilanz im Jubiläumsjahr.

 Die Behindertenschulen in Wandumbi und Komothai sind vor allem durch tatkräftige Eigenleistungen der Eltern vor Ort, durch die finanzielle Unterstützung sowohl der evangelischen Kirche in Kenia als auch des Kirchenkreises Plön-Segeberg, durch die Förderkreisarbeit und durch die Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit entstanden. Vorlauf bringt diese konstruktive Zusammenarbeit auf den Punkt: „Das war und ist Teamwork.“

 Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Aufgaben vor Ort in Kenia liegt in der Inklusion (Einbeziehung) von Jugendlichen und Erwachsenen mit geistiger Behinderung in die Arbeitswelt. Die Vereinten Nationen hatten 2008 eine Behindertenrechtskonvention verabschiedet, die es umzusetzen gilt. Kenianische Vertreter der geförderten Projekte nutzten bei einem Gegenbesuch in Wahlstedt und anderen Orten die Gelegenheit, sich über die Umsetzung der Inklusion zu informieren. Vorlauf sagte beim 41. Förderkreistreffen im Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Wahlstedt: „Schleswig-Holstein gehört in Deutschland zu den Vorreitern.“ An der mehrtägigen Informationsreise Anfang Oktober hatten Reverend Robert Gibson Gichuki und dessen Frau Mariam sowie Schulleiterin Mary Makumi und zwei weitere Gäste aus Kenia teilgenommen. Beim vielseitigen Besuchsprogramm erhielten sie Einblicke auf Kindergarten- und Schulebene, in die berufliche Ausbildung und den Arbeitsmarkt. Sie diskutierten unter anderem mit dem Leiter der Segeberger Wohn- und Werkstätten in Wahlstedt, besuchten das psychiatrische Zentrum des Landesvereins für Innere Mission in Rickling, die integrative Grundschule Kronsburg bei Kiel, einen Konfirmandenunterricht im Gemeindezentrum an der Segeberger Straße in Wahlstedt und den Erntedankgottesdienst auf Hof Lange in Wittenborn.

 Dieser Erfahrungsaustausch und Studien vor Ort über die Inklusion könnten eine Grundlage schaffen, spürbar etwas für Kinder und Jugendlichen mit Behinderung in Kenia zu verändern, blickte Vorlauf voraus. „Wir möchten euch auch weiterhin auf diesem Weg begleiten und unterstützen“, schreibt Vorlauf im Namen des Förderkreises an die Freunde in Wandumbi und Komothai.

 In ihrem Kassenbericht erläuterte Ellen Sieg, wie die Spendengelder im zweiten Halbjahr 2015 verwendet werden. Dabei fließt ein Betrag von 2436 Euro in die Rücklage, um 45 Patenkindern eine mehrjährige Schul- und Berufsausbildung zu gewährleisten. Außerdem werden etwa 5000 Euro zurückgelegt, um den geplanten Bau eines Speisesaales zu fördern.

 „Wir bedanken uns bei der Kirchengemeinde Wahlstedt für die langjährige Unterstützung und für die Spende aus dem Erlös des Martinsmarktes“, betonte Vorsitzender Vorlauf. Laut Horst Vollmers vom Kirchengemeinderat beträgt der diesjährige Anteil 2000 Euro.

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Karsten Paulsen

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