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Anwohner zeigten ihren Ärger

Wahlstedt Anwohner zeigten ihren Ärger

Angst vor noch mehr und noch schnelleren Lastwagen vor ihrer Haustür haben die Anwohner der Kronsheider Straße. Das wurde bei einem Info-Abend zum Ausbau der maroden Fahrbahn deutlich. Die Verbreiterung der Straße auf bis zu sieben Meter wird zusätzliche Lkw anlocken.

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Einige Anwohner der Kronsheider Straße empörten sich bei einem Informationsabend zu deren Ausbau darüber, dass der Schwerlastverkehr nicht anders durch die Stadt geführt wird.

Quelle: Karsten Paulsen

Wahlstedt. „Und wir sollen dafür zahlen, dass die Lkw dann noch schneller durch das Wohngebiet fahren können“, ärgert sich Anwohner Johannes Sandker. Laut Bürgermeister Matthias Bonse würde es 12,7 Millionen Euro kosten, alle kaputten Straßen und Wege der Stadt in Ordnung zu bringen. Das geht aber nur Schritt für Schritt. In einem besonders schlechten Zustand ist die Kronsheider Straße, die neben der Industriestraße die Hauptverbindung ins Industriegebiet darstellt. Sie wird von schweren Brummis stark befahren und abgenutzt. Bereits 2014 wurden an der Holperstrecke die ersten Tempo-30-Schilder aufgestellt. Ein Jahr später beschloss die Stadtvertretung den Ausbau der Straße. Um Kosten zu sparen, wurde der Zweckverband Mittelzentrum mit ins Boot geholt, der zeitgleich seine Abwasser- und Wasserrohre erneuert.

 Mit dem Ausbau soll noch 2016 begonnen werden. Im städtischen Haushalt stehen 2,4 Millionen Euro bereit. Das Land gibt 410000 Euro dazu. Die örtliche Ingenieurgesellschaft Jürgens + Bein hat das Bauprogramm erarbeitet.

 Die Länge der Straße beträgt 1,1 Kilometer. Die bisherige Breite von 6,50 Metern wird auf 7 Meter erweitert, um den Verkehr besser fließen zu lassen. Die Gesamtkosten sollen zwischen 2,7 und 3,2 Millionen Euro liegen. Der Straßenbelag ist vor allem im nördlichen Teil durch Teerprodukte belastet. Außerdem muss teilweise der Regenwasserkanal mit größeren Leitungen versehen werden, damit mehr Oberflächenwasser aufgenommen werden kann. Wegen der Unwägbarkeiten schwankt die Kostenschätzung.

 Zum Info-Abend mit Vertretern der Stadtverwaltung und Ingenieur Carsten Bein erschienen rund 60 Anwohner. Sie erfuhren, dass sie für etwa 60 Prozent der Kosten zur Kasse gebeten werden. Den Rest trägt die Stadt. Da es sich nicht um eine Anliegerstraße handelt, müssen die Nachbarn nicht für die dort üblichen 85 Prozent aufkommen, erklärte Bonse. Die Stadt geht von etwa 11 Euro Beitrag pro Quadratmeter Grundstücksfläche aus. Im Einzelfall sollten sich Betroffene im Rathaus bei Sachbearbeiter Frederik Kögebehn informieren. So könnte bei langen schmalen Grundstücken eine Tiefenbegrenzung zum Zuge kommen.

 Laut Bauamtsleiter Torsten Maaß liegt der erste Bauabschnitt zwischen Wald- und Industriestraße. Vorauszahlungen seien von den Anliegern frühestens im Dezember 2016 zu leisten. Eine Viertelung des Betrages sei möglich, so dass die weiteren Teilzahlungen dann im Frühjahr/Sommer sowie Herbst 2017 und Frühjahr 2018 zu zahlen wären. In Härtefällen seien Stundungen möglich.

 Bürgermeister Bonse musste beschwichtigend und beruhigend eingreifen, als sich einige Anwohner mehr oder minder lautstark empörten. Es sei unverständlich, hieß es, dass der Schwerlastverkehr nicht nur über die Industriestraße geführt werde. Die Brummis müssten auf der B205 aus Richtung Neumünster nur fünf Kilometer weiter fahren und würden dann über die Industriestraße zu den Betrieben gelangen. Stattdessen verlassen die Laster die Bundesstraße bereits bei Rickling-Fehrenbötel und landen dann automatisch in der Kronsheider Straße. Eine Sperrung dieser Hauptverkehrsachse für schwere Lkw ist laut Stadt jedoch nicht möglich. Ein Ausbau der Straße ist laut Maaß nach nunmehr 60 Jahren aber ohnehin einmal fällig.

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