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Berliner Luft im Kleinen Theater

Wahlstedt Berliner Luft im Kleinen Theater

„Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft!“, erklang es bei einer Zeitreise im Kleinen Theater am Markt. In Frack und Zylinder, singend, tanzend und moderierend zog Sänger und Conférencier Andreas Holzmann alle Register der „Goldenen 20er“. Begleitet wurde er vom Casanova Society Orchestra.

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Sänger Andreas Holzmann und sein Casanova Society Orchestra brachten den Glanz der Goldenen 1920er Jahre ins Kleine Theater am Markt in Wahlstedt. Der beschwingte Konzertabend wurde vom örtlichen Lions-Club in Zusammenarbeit mit dem Kulturring veranstaltet. Es erschienen fast vierhundert Besucher.

Quelle: Detlef Dreessen

Wahlstedt. Zu dem Zeitsprung an den Anfang des vergangenen Jahrhunderts in die brodelnde Spree-Metropole hatten der Lions-Club Wahlstedt und der Kulturring das Publikum eingeladen. In einer typischen Salon-Orchesterbesetzung wurde musiziert: Klavier, Geige, Bass, Schlagzeug, Trompete und Saxophon.

 Manch einer der älteren Besucher fühlte sich an die eigene Jugend erinnert – vor allem als Holzmann das Publikum aufforderte, aufzustehen und Charleston zu tanzen: „Knie, Fersen, Knie, Fersen – und jetzt doppeltes Tempo“, spornte er die Besucher im fast ausverkauften Saal an und verriet: „Es ist ein antimilitaristischer Modetanz.“

 Mitmachen war auch beim „Kleinen Grünen Kaktus“ angesagt, dessen Refrain „Hollari, hollari, hollaro“ die Besucher ebenso mitschmetterten wie die Hymne „Ein Freund, ein guter Freund“ aus dem Film „Die drei von der Tankstelle.“

 Musikalisch überzeugte Holzmann auch an der Geige, während Geigerin Sonja Firker sich hin und wieder singend mit erotisch-lasziven Akzenten an die männlichen Besucher wandte – etwa mit der eindeutigen Botschaft: „Ich bin heut’ frei, meine Herrn“.

 Ihr musikalisches Können bewies die Band bei heißen Jazz-Nummern wie „Kansas City Kitty“ und dem „Tiger-Rag.“

 In Schale geschmissen hatten sich auch einige junge Leute aus dem Jugendzentrum (JUZ). Sie versorgten die Theaterbesucher an der Bar mit Sekt und anderen Erfrischungen.

 „Sie trinken heute für einen guten Zweck“, erinnerte Lions-Sekretär Stephan Bartholl. Der Überschuss des Konzertes werde wieder guten Zwecken zufließen. Schon zum Beginn der Veranstaltung überreichte er den Jugendlichen unter Leitung von JUZ-Leiterin Anke Schallmo einen Scheck über 1001,10 Euro. Das Geld war am Stand der Lions bei der Gewerbe- und Industrieschau (GEWA) zusammengekommen, wo die Lions Plüschlöwen zu Gunsten eines JUZ-Projektes verkauften. Von dem Geld sollen laut Bartholl Zutaten gekauft werden, aus denen sich die Jugendlichen mittags selbst ein warmes Essen kochen können.

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