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Eine Stadt spart Energie

Wahlstedt Eine Stadt spart Energie

Mehr als hundert Freiwillige folgten dem Aufruf der Stadtverwaltung, bei der Aktion „Sauberes Wahlstedt“ mitzumachen und Müll zu sammeln. Ein kleiner Beitrag zu den großen Klimaschutzplänen der Stadt: Sie will energieautark werden.

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Zwei Stunden lang sammelten mehr als 100 Freiwillige Unrat in Wahlstedt, auch die Freiwillige Feuerwehr war dabei.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Wahlstedt. Zwei Stunden lang schwärmten die Akteure in verschiedenen Bereichen aus, um Unrat einzusammeln und die Industriestadt wieder einmal gründlich aufzuräumen.

 Das nötige Handwerkszeug wie Pflanzen, Sammelzangen, Müllsäcke und Handschuhe wurde vom städtischen Bauhof zu den Treffpunkten der Ehrenamtler gebracht. Sie starteten an acht Orten im Stadtgebiet: am Gedenkstein Ostlandstraße, am Gildeweg / Ecke Hauptweg, am Rotkehlchenweg, an der historischen Torfmaschine an der Waldstraße, am evangelischen Gemeindezentrum an der Segeberger Straße 38, am Vereinsheim des Tennisclubs Rot-Weiß, an der neuen Rewe-Filiale und am Flugplatz. Die Säcke mit dem Müll, der eingesammelt wurde, transportierte der Bauhof anschließend zum Marktplatz, um die Dimension der Verunreinigungen deutlich zu machen und zu zeigen, was die Helfer geleistet haben.

 Zugleich nutzte die Stadtverwaltung dort die Gelegenheit, die Bevölkerung auf dem festlich beflaggten Platz über das von der Stadtvertretung im vorigen Jahr beschlossene Projekt „Klimaschutz Wahlstedt“ zu informieren. Die Einwohner waren an einem Informationsstand ausdrücklich aufgerufen, dazu eigene Ideen einzubringen.

 Das ließen sich etliche Teilnehmer nicht zweimal sagen. Dort stellte sich auch Bürgermeister Matthias Bonse den Fragen der Bürger zum Anliegen, für die Stadt ein Klimaschutz-Konzept zu erarbeiten. Finanziell wird das Vorhaben zu 85 Prozent vom Bund gefördert, freuten sich neben dem Bürgermeister auch Bürgervorsteher Horst Kornelius, der Umweltausschuss-Vorsitzende Siegfried Dalfior und Bauamtsleiter Torsten Maaß. Letzterer war eigens auf eine hohe Leiter geklettert, um drei werbewirksame Banner an den Fahnenmasten vor dem Brunnen zu hissen.

 So mancher Stand-Besucher griff gleich beherzt zum Stift und notierte seine Anregungen auf einen Zettel. Wünsche wie „100 Prozent Klimaschutz“ und die Forderung nach Radwegen an der Kronsheider Straße und an der Neumünsterstraße standen ganz obenan neben dem Verlangen nach LED-Beleuchtung im öffentlichen Raum, auf Straßen wie auch in Gebäuden.

 Die Stadt gab in ihrem Informationsblatt erste Schritte preis: Um die Erwärmung der Erdatmosphäre zu verringern, soll der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß durch Dämmung von Gebäuden, Anschaffung energieeffizienter Geräte und Fahrzeuge, sowie Nutzung von Abwärme und Überschuss-Wärme sowie durch langsameres Fahren mit Kraftfahrzeugen vermindert werden.

 Ein zweiter Weg besteht nach den Vorstellungen der Stadt in der Nutzung erneuerbarer Energien wie Strom aus Windkraft und Wärme aus Biomasse in allen Bereichen der Stadt, auch im Straßenverkehr. „An der vermehrten Nutzung erneuerbarer Energien geht kein Weg vorbei.“ Energieeinsparung und Nutzung regenerativer Energien sollen Wahlstedt zu einer energieautarken Stadt machen – als Standort-Vorteil für eine starke wirtschaftliche Entwicklung.

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