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Hallenbad kürzt Öffnungszeiten

Wahlstedt Hallenbad kürzt Öffnungszeiten

Das von den Stadtwerken betriebene Hallenbad an der Scharnhorststraße in Wahlstedt wird seine Öffnungszeiten im kommenden Jahr einschränken. Grund dafür ist der hohe Spardruck für die Stadt, deren 100-prozentige Tochter die Stadtwerke sind. Es fehlt an Steuereinnahmen.

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Zu schwächeren Zeiten soll das Wahlstedter Hallenbad im nächsten Jahr geschlossen bleiben, um auf diese Weise auch Personalkosten zu sparen.

Quelle: Archiv

Wahlstedt. „Seit diesem Jahr weiß die Stadt, dass dem städtischen Haushalt enorme Einnahmen aus der Gewerbesteuer dauerhaft fehlen werden“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Luzian Roth. So müsse entweder mehr Geld eingenommen oder an allen Ecken gespart werden. „Auch wir als 100-prozentige Tochter der Stadt bekamen den Auftrag, mögliche Einsparpotenziale aufzuzeigen, um das jährliche Defizit, das gemäß Gesellschaftsvertrag durch die Stadt zu tragen ist, zu verringern.“

 In Absprache mit dem Badleiter seien durch die Geschäftsleitung verschiedene Szenarien erarbeitet worden, so Roth weiter, die dann im Hauptausschuss und auch im Beirat beschlossen wurden. Die Öffnungszeiten des Hallenbades sollen in 2016 dahingehend geändert werden, dass schwächer besuchte Zeiten deutlich reduziert werden, um so zu diesen Zeiten Personal und damit Kosten einzusparen.

 Darüber hinaus werde die alljährliche Revisionszeit, in der Reinigungs- und Reparaturarbeiten vorgenommen werden, von den Oster- auf die Sommerferien verlegt. „Dies hat den Vorteil, dass dann zumindest das Freibad geöffnet bleibt, während es in den Jahren zuvor um Ostern nur ein komplett geschlossenes Bad gab“, erläutert Roth. Die Schließung werde sich zukünftig über den kompletten Zeitraum der Ferien sowie die Wochen darüber hinaus im jeweils selben Monat erstrecken. Liegt der Ferienbeginn am 15. Juli, wird bereits zum ersten Juli-Wochenende dicht gemacht, nannte der Geschäftsführer als Beispiel. Da sich der Ferienbeginn in Schleswig-Holstein jedes Jahr ändere, werde man die Termine immer noch gesondert bekannt geben. „Wir erhoffen uns auch hier eine erhebliche Einsparmöglichkeit, während unseren Besuchern das Freibad weiterhin zur Verfügung steht.“

 Trotz einer Reduzierung der Öffnungszeiten am Vormittag (siehe Info-Kasten) sollen alle bisherigen Vormittagskurse wie Baby-Schwimmen oder Ü60-Kurse erhalten bleiben. Grundsätzlich soll in der Woche – außer dienstags von 9 bis 11 Uhr – die Nutzung für die Öffentlichkeit möglich sein. „Darüber hinaus wollen wir das Angebot für Schulen und Kindergärten am Vormittag erweitern“, kündigte Luzian Roth an. Durch die beschlossenen Veränderungen sei das Bad in der Lage, mit den vorhandenen Fachkräften auch dann Schulschwimmsport anzubieten, wenn den Schulen keine eigenen Lehrkräfte mit einer Schwimmlehrberechtigung zur Verfügung stehen.

 Keine Abstriche werde es beim Frühschwimmen geben, kündigt Roth an. Mittwochs, donnerstags und freitags steht die Badeanstalt auch im nächsten Jahr in der Zeit von 6 bis 8 Uhr zur Verfügung. Am Wochenende allerdings verkürzt sich die Öffnungszeit sonnabends auf 12 bis 17 Uhr und sonntags auf 9 bis 16 Uhr. Kurse, die am Wochenende stattfinden, bleiben laut Roth aber erhalten. „Zusätzlich planen wir ab Februar einen weiteren Baby-Schwimmkurs am Sonnabendvormittag – hier sollten sich Interessierte zeitnah im Bad melden.“

 Wahlstedts Haushalt weist erneut ein Minus von rund 1,8 Millionen Euro und eine auf gut 10 Millionen Euro steigende Verschuldung auf – 2,1 Millionen Euro mehr als in 2015. Der Rückgang der Gewerbesteuer erweist sich dabei als Schlag ins Kontor: Für 2016 werden nur noch 2 Millionen Euro an Einnahmen erwartet, statt 4 bis 4,5 Millionen Euro wie in den früheren Jahren.

 Die Schere zwischen gesetzlichen Aufgaben sowie freiwilligen Angeboten einerseits und der Finanzierung des damit verbundenen Aufwands gehe absehbar weiter auseinander, hatte Bürgermeister Matthias Bonse unlängst erklärt. Da sich das Gewerbesteueraufkommen im laufenden Jahr absehbar nicht über 2,2 bis 2,3 Millionen Euro hinaus entwickeln werde, geht die Stadtverwaltung von einem Fehlbetrag für 2015 zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro aus.

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