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Kreuz ins rechte Licht gerückt

Wahlstedt Kreuz ins rechte Licht gerückt

Die Reliefs und das große Kruzifix wirken viel markanter; plötzlich hat Jesus am Kreuz einen Gesichtsausdruck, der selbst jahrzehntelangen Kirchenbesuchern bisher verborgen geblieben war. Die Christuskirche hat für rund 11000 Euto eine neue, moderne LED-Beleuchtung erhalten.

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Lichtdesigner Harry Mayer demonstriert Pastorin Brigitte Scheel eine Vorsatzlinse für die neuen LED-Strahler.

Quelle: Andreas Wicht

Wahlstedt. „Da kommt der Otto Flath mal richtig zur Geltung.“ Pastorin Brigitte Scheel freut sich über das neue Beleuchtungskonzept in der Christuskirche. Fristeten bisher die Schätze im Altarraum ein Leben im wortwörtlichen Dunkel, so kann der Kirchenbesucher die wertvollen Arbeiten des Bad Segeberger Holzbildhauers ab sofort im besten Licht genießen.

 „Wir haben die Strahlengänge über dem Kreuz auf die Holzarbeiten gerichtet, um deren Plastizität zu unterstützen“, erläutert Harry Mayer von der Firma Hamburg-Design-Licht. Der Experte arbeitet – wie zuvor schon in der Kirche in Warder – unentgeltlich, „um dem schönen Land, in dem ich immer meinen Urlaub verbringe, etwas zurückzugeben“. Der Hamburger Mayer verbringt jede freie Minute in seiner Ferienwohnung in Pettluis.

 Nun ist der Altarraum deutlich heller, und das Kreuz ist extra herausgearbeitet. Der Chor wird seine Notenblätter besser lesen und auch die Stufen, auf denen er sich meist aufbaut, deutlicher erkennen können. „Schlussendlich ist der Altarraum in einer Kirche so etwas wie eine Bühne und hat somit auch genauso gutes Licht verdient wie ein Theater“, betont Harry Mayer.

 Durch verschiedene Linsenvorsätze kann das Licht der LED-Elemente gestreut oder gebündelt werden. In der Wahlstedter Kirche kommen Ovallinsen für den Chor und die Treppenstufen und Spotlinsen für die Holzarbeiten zum Einsatz. Eingebaut wurden die Lampen durch die Firma Elektro-Kreutzer aus Fahrenkrug. Jörg Schorm installierte die Leuchtmittel in acht Metern Höhe, die er auf seinem Hubsteiger problemlos erreichte.

 Jeder Strahler kann von einem Mischpult aus einzeln angesteuert werden.

 Der Designer hat verschiedene Szenarien mit der Seelsorgerin durchgespielt und dann als „Gottesdienst“, „Chorkonzert“, „Amtshandlung“ oder „Nachtgottesdienst“ (für den ersten Ostergottesdienst) eingespeichert. Das Mischpult ähnelt einem Tablet-PC und ist gemeinsam mit den Bedienelementen für die Kirchenglocken, die Mikrophone und die Musiksteuerung in ein großes Bedienelement in der hintersten Kirchenbank eingebaut. Alles in allem hat das sehenswerte neue Lichtkonzept die Kirchengemeinde Wahlstedt zirka 11000 Euro gekostet. Allein 5700 Euro davon entfallen auf die langlebigen LED-Leuchten.

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