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Pflegezentrum an der Dorfstraße

Wahlstedt Pflegezentrum an der Dorfstraße

Ein größeres Projekt soll nach über 20 Jahren nun endlich eine große Baulücke im Herzen der Stadt schließen: die brach liegende Fläche zwischen Rendsburger Straße und Dorfstraße mit einer Größe von rund 7000 Quadratmetern.

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Seitenansicht des Hauses A – „Psychotrope Substanzen“ (Drogenabhängige) – mit drei Vollgeschossen und einem zurückgenommenen Staffelgeschoss. Der Gebäudekomplex soll parallel zur Rendsburger Straße errichtet werden.

Quelle: Karsten Paulsen

Wahlstedt. Die baurechtlichen Voraussetzungen werden zurzeit geschaffen, damit der Investor und Besitzer der Fläche, Wilhelm Kurth aus Halstenbek im Kreis Pinneberg, mit dem Bau eines Fachpflegezentrums loslegen kann. Ihm gehören deutschlandweit bereits 18 derartige Einrichtungen. Unter anderem hat er das „Haus Wahlstedt“ an der Waldstraße erworben, ein Heim speziell für Demenzkranke. Von einer Investition in der Größenordnung um die 10 Millionen Euro ist die Rede.

 Seine Pläne hatte der Unternehmer den Wahlstedter Kommunalpolitikern bereits vor einem halben Jahr vorgestellt. Am kommenden Montagabend steht der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 6e nun auf der Tagesordnung der Stadtvertretung. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Begegnungsstätte an der Waldstraße. Es handelt sich dabei laut Verwaltung um einen so genannten vorhabenbezogenen B-Plan. Das heißt, die Initiative liegt beim Investor, der in solchen Fällen in der Regel auch die Kosten trägt. „Im Mai könnten die Planunterlagen öffentlich ausgelegt und danach Anregungen und Bedenken erörtert werden“, sagte Bauamtsleiter Torsten Maaß.

 Ist das Genehmigungsverfahren einschließlich Baugenehmigung abgeschlossen, kann sofort mit dem Bau begonnen werden. Vor wenigen Wochen hatten Arbeiter bereits den gesamten Baumbestand auf dem Areal neben Uwe’s Rock’n Bar (dem früheren Billard-Café) gefällt. Inzwischen sind die Überreste entfernt worden. Als unbegründet erwies sich in diesem Zusammenhang die Sorge von Eigentümer und Architekt, die Abholzungen könnten auf den Protest umweltbewusster Anwohner stoßen.

 Zunächst soll auf dem Gelände das Fachpflegezentrum „Psychotrope Substanzen“ entstehen. Diese Einrichtung ist vor allem auf Patienten mit Rauschgiftproblemen spezialisiert. Sie wird parallel zur Rendsburger Straße gebaut. Im zweiten Bauabschnitt ist das Gerontopsychiatrische Fachpflegezentrum vorgesehen. In diesem Bereich werden ältere Menschen mit geistigen Problemen behandelt und betreut – etwa Alzheimer und andere Formen der Demenz. Dieses Haus wird im rechten Winkel zum ersten Gebäude in Richtung Dorfstraße gebaut. Beide Gebäude sollen über drei Vollgeschosse und ein etwas zurückgenommenes Staffelgeschoss verfügen. Für die Planung zeichnet das Hamburger Architekturbüro Böbs verantwortlich.

 Für Bürgermeister Matthias Bonse ist der geplante Neubau nicht nur deshalb erfreulich, weil ein lange Zeit ungenutztes Grundstück im Zentrum der Stadt betroffen ist, sondern auch wegen der neuen Arbeitsplätze: Laut Bonse „um die einhundert“. Schließlich will Wahlstedt mittelfristig auf mindestens 10000 Einwohner wachsen.

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