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Vom Computer-Schulfach angetan

Wahlstedt Vom Computer-Schulfach angetan

„Diese Kinder leisten Pionierarbeit!“, erklärte Bildungsministerin Britta Ernst am Montag beim Besuch in der Helen-Keller-Schule. Die Landespolitikerin schaute vor allem den Schülern aus den 4. Klassen über die Schulter, die am PC oder Notebook im Fach Informationstechnische Grundausbildung (ITG) arbeiteten.

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Dass der Umgang mit digitalen Medien spannend ist und Spaß macht, konnte Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Britta Ernst gestern zusammen mit Bürgermeister Matthias Bonse an der Helen-Keller-Schule in Wahlstedt erleben. Die Grundschule gehört zu den ausgesuchten 20 Modellschulen, die sich am Projekt „Lernen mit digitalen Medien“ beteiligen und finanziell dafür gefördert wurden.

Quelle: Patricia König

Wahlstedt. Die Helen-Keller-Schule ist eine von 20 ausgewählten Bildungseinrichtungen, die als Modellschulen das Lernen mit digitalen Medien umsetzen und erproben sollen. Deswegen schaute die Ministerin vorbei.

 Die Grundschule mit Förderzentrum hatte sich im vergangenen Jahr als eine von 111 schleswig-holsteinische Schulen an der Ausschreibung des Projektes „Lernen mit digitalen Medien“ des Landesministeriums für Schule und Berufsbildung beteiligt. Dafür musste die Schule ein nachhaltiges und innovatives Schulkonzept zum wirksamen Einsatz digitaler Medien im Unterricht präsentieren. Eine Jury wählte daraus 20 Preisträgerschulen aus, die mit insgesamt 300000 Euro gefördert werden. Das Projekt ist für einen Zeitraum von eineinhalb Jahren geplant. Danach sollen die Ergebnisse bewertet werden.

 Bei ihrem Besuch nahm sich die Bildungsministerin gestern drei Stunden Zeit, um sich vor Ort über den Stand der Dinge zu informieren. Stellvertretende Schulleiterin Dörte Ketelhut führte Britta Ernst herum. Die Politikerin war sehr angetan und zufrieden. „Man merkt, dass diese Schule mit viel Engagement und früh damit begonnen hat, digitale Medien in den Unterricht zu integrieren.“ Jedes Kind sitze vor einem eigenem Gerät und löse besonnen die ihm gestellte Aufgabe.

 Die Klasse 4d hatte im Computerraum die Aufgabe, im Programm Word einen Stundenplan zu entwerfen. Zwei Räume weiter lernten die Schüler der Klasse 4b im gleichen Programm das Einfügen und Entfernen von Texten, Bildern und anderer Elemente. Fachlich unterstützt wurden sie dabei von ihren Klassenlehrerinnen und vom ITG-Projektleiter Gerhard Kaufhold.

 „Ich schreibe auch zu Hause an meinem Computer Texte“, erzählte Franziska Schürmeyer. Auch die Mitschüler der Zehnjährigen bestätigten, dass sie nicht nur in der Schule mit dem Computer arbeiten.

 „Die Medien haben längst Einzug in alle Bereiche von vielen Kindern gehalten“, betonte Ministerin Ernst. Deswegen sei es auch so wichtig, allen Kindern („Egal mit welcher sozio-ökonomischer Herkunft“) den Zugang zu digitalen Medien in der Schule zu vermitteln, ebenso den vernünftigen Umgang damit.

 In der Helen-Keller-Schule gibt es neben dem Computerraum mit 24 Arbeitsplätzen für die Schüler und einem für den Lehrer in jedem Klassenraum einen Schüler-PC mit Internetzugang und Zugriffsmöglichkeit auf einen Drucker. Im Förderraum befinden sich weitere sechs PC-Plätze und für die mobile Nutzung der Schüler steht zudem ein Wagen mit zehn Notebooks und schnurlosem Zugang zum Internet parat.

 „Wir setzen die digitalen Medien bedarfsorientiert im Unterricht ein“, erklärt Klassenlehrerin Katja Petermann. Auch für die DAZ-Klassen („Deutsch als Zweitsprache“) sei das sehr hilfreich, da die Kinder so auch über ein Hör-Programm die deutsche Sprache lernen können. Immerhin sollen die Schüler nach Abschluss des Projektes mit den digitalen Medien eigene Unterrichtbeiträge recherchieren und anfertigen können.

 Nach einem kleinen Frühstück mit allen Beteiligten traf Ministerin Ernst noch auf die Vertreter des Elternbeirats und des Fördervereins der Schule, bevor sie sich wieder auf die Rückfahrt nach Kiel machte.

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