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Wahlstedt will größer werden

Wahlstedt Wahlstedt will größer werden

Die Stadt soll wachsen – durch neue Baugebiete und zusätzliche Industrieflächen. Laut Bürgermeister Matthias Bonse sollen in den kommenden Jahren rund 130 neue Wohngrundstücke und 30 Hektar an zusätzlichem Industriegelände entstehen. Die Weichen dafür sind bereits gestellt.

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An der Alten Landstraße soll ein neues Wohngebiet mit gut einhundert Grundstücken entstehen. Das soll dazu beitragen, dass Wahlstedts Einwohnerzahl sich wieder in Richtung 10000 bewegt.

Quelle: Ulli Müller

Wahlstedt. Drei Wohnbaugebiete hat die Stadt im Visier, das größte auf einem Areal in der Nähe der Alten Landstraße. Dieser Straßenzug ist derzeit über eine Art asphaltierten Feldweg mit der Wohnstraße Im Holt verbunden. Daran angrenzend sollen ab Sommer 2017 zwischen 100 und 110 Grundstücke mit einer Fläche von jeweils 650 bis 700 Quadratmetern bebaut werden. Bis zu drei Bauabschnitte sind vorgesehen.

 Das Projekt läuft noch unter der wenig verkaufsfördernden Flurbezeichnung „Im Holze“, wie Bonse sagt. „Das wird natürlich noch geändert.“ Denkbar sei, die Wohnstraßen an das vorhandene Gebiet Am Eichengrund anzugliedern. Ein Teil der Flächen gehört der Stadt Wahlstedt, andere sind in privater Hand. Über deren Verkauf und Vermarktung muss noch verhandelt werden. Die Stadtvertretung hat ihre Zustimmung dazu schon gegeben.

 Bonse peilt an, Wahlstedt so zu vergrößern, dass der Ort wieder die 10000-Einwohner-Grenze überschreitet. Mitte der 1990er Jahre hatte die Stadt das durch große Anstrengungen im sozialen Wohnungsbau bereits einmal geschafft. Vor allem viele Menschen aus Russland mit deutschen Wurzeln strömten nach Wahlstedt; etliche von ihnen sind inzwischen anderswo heimisch geworden. Dadurch verlor Wahlstedt wieder mehrere hundert Einwohner.

 Weitere 400 Menschen zogen laut Bonse fort, als vor Jahren die Glaswerke eine große Schmelzwanne schlossen und dadurch 150 Arbeitsplätze verloren gingen. Die Familien der entlassenen Angestellten kehrten der Industriestadt den Rücken. Wahlstedt kam nur noch auf gut 9000 Einwohner. „Jetzt haben wir nach langer Zeit mal wieder mehr als 9400“, sagt der Bürgermeister, der die monatlichen Statistiken auswendig parat hat. „Im Moment sind es 9408.“

 Bereits früher als das große Neubaugebiet sollen zwei kleinere Flächen in die Vermarktung gehen: im Herbst dieses Jahres. Abzweigend von der Dorfstraße in Höhe der Tierarztpraxis, sollen an der Straße Im Streem rund 20 Grundstücke mit ebenfalls je 700 Quadratmetern geschnitten werden. Das Gelände heißt Glödekoppel.

 Das kleinste der drei angepeilten Baugebiete ist eine brachliegende Dreiecksfläche am Hasselkamp. Dort plant die Stadt fünf Wohnhäuser mit ein wenig großzügigeren Grundstücken von je 800 Quadratmetern. Es gibt laut Bonse aber auch die Überlegung, lieber sechs bis neun kleinere Grundstücke zu schaffen. Auch hier soll im Herbst 2016 der Startschuss fallen.

 „Es muss unser Ziel sein, wieder an die 10000 Einwohner heranzukommen“, sagt Bürgermeister Bonse. „Allein schon, um all die Infrastruktur, die wir haben, aufrecht zu erhalten.“ Damit meint er neben den Schulen und Kindertagesstätten auch das Frei- und Hallenbad sowie das Kleine Theater am Markt. All das kann nur vernünftig ausgelastet sein, wenn es genügend potenzielle Nutzer dafür gibt.

 Das sei auch in der Kommunalpolitik die vorherrschende Meinung, sagt Bonse, wodurch die jüngsten Beschlüsse zu den Baugebieten sehr einhellig gefasst worden sind. Schließlich bedeuten mehr Einwohner auch zusätzliche Steuereinnahmen und bessere Umsätze in den örtlichen Geschäften.

 „Wir hatten in den letzten Monaten öfter die Situation, dass Leute in Wahlstedt bauen wollen, aber wir hatten nichts“, bedauert Bonse. Daher sei es gut, dass in den kommenden zwei Jahren um die 130 Grundstücke entstehen werden. Außerdem hat die Stadt das seit Jahren ungenutzte „Eichestadion“ an der Rendsburger Straße für Geschosswohnungsbau im Blick – entweder für altengerechtes Wohnen oder sehr günstige Wohnungen. Bonse: „Da sind wir ganz stark in Gesprächen.“

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