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Wochenmarkt früher und kürzer

Wahlstedt Wochenmarkt früher und kürzer

Beim Wahlstedter Wochenmarkt ändern sich die Öffnungszeiten, die Gebühren für die Händler bleiben gleich. Allerdings gab es im Finanzausschuss, der im Sitzungssaal des Rathauses tagte, eine kontroverse Diskussion darüber, ob die Marktleute nicht doch stärker zur Kasse gebeten werden sollen.

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Beim Wahlstedter Wochenmarkt ändern sich die Öffnungszeiten, die Gebühren für die Händler bleiben gleich.

Quelle: Uwe Paesler

Wahlstedt. Unstrittig war hingegen die Entscheidung der Stadtvertretung, die Öffnungszeiten neu zu regeln. Bislang fand der Wahlstedter Wochenmarkt immer donnerstags von 9 bis 17 Uhr statt – zumindest auf dem Papier. Wer als Kunde nämlich nachmittags auf den Marktplatz schlendert, steht oft allein da. Die meisten Händler sind um diese Zeit schon längst wieder weg, weil sich das Geschäft nach der Mittagspause schlichtweg nicht mehr lohnt. Dafür strömt die Kundschaft morgens schon vor dem eigentlichen Beginn auf den Markt.

Bei einem „Runden Tisch“ im Januar hatte sich eine deutliche Mehrheit der Marktbeschicker für eine Änderung der Geschäftszeiten auf 8 bis 13 Uhr ausgesprochen. Diesem Wunsch folgte die Stadtvertretung bei ihrer jüngsten Sitzung in der Begegnungsstätte einstimmig. „Eigentlich eine tolle Sache, weil wir endlich zur Kenntnis nehmen, wie die Realität ist“, sagte Heinrich Westphal (SPD). Es sei zwar stets eine nette Idee gewesen, dass die Wahlstedter auch noch nach Feierabend auf dem Wochenmarkt einkaufen können, doch diesem Angebot folgen zu wenige Kunden. Westphal: „Wir haben jetzt nur beschlossen, was schon lange gemacht wird.“ Zwei Stunden vor und nach den Öffnungszeiten dürfen die Marktleute auf- beziehungsweise abbauen. Der einzige Stand, der stets länger da war und nun ebenfalls spätestens um 15 Uhr weichen muss, ist der stark frequentierte Imbiss.

Unterschiedlicher Meinung waren die Kommunalpolitiker im Finanzausschuss, als die Stadtverwaltung eine Anhebung der Marktgebühren von 3 Euro pro laufendem Meter auf 4,70 Euro vorschlug. Eine Kalkulation haben ergeben, dass die Gebühren für die Stadt nicht kostendeckend sind, erklärte Ausschussvorsitzender Reiner Lietsch. Ihm zufolge könne es zudem nicht sein, dass die Gewerbesteuer und andere Abgaben in der Stadt angehoben werden – „und nur bei den Marktleuten machen wir eine Ausnahme“.

Gegenwind kam vor allem von der SPD. Heinrich Westphal fürchtet, dass die Marktbeschicker endgültig aus Wahlstedt wegbleiben, wenn die Stadt auch noch die Gebühren anhebt. In den Vorjahren war die Zahl der Verkaufsstände ohnehin bedenklich gesunken. „Wir müssen entscheiden, ob wir einen Wochenmarkt behalten wollen oder nicht.“, betonte Westphal.

Am Ende wurde der Antrag auf Gebührenerhöhung abgelehnt, weil drei Stadtvertreter dafür und drei dagegen waren. Drei weitere enthielten sich der Stimme. Das letzte Wort hat aber die Stadtvertretung, die Ende Juni tagt.

Zum Gebühren-Vergleich: In Bad Segeberg belaufen sich die Kosten für die Händler - gegenüber Wahlstedt mit 3 Euro - pro laufendem Meter auf 2,20 Euro. Sie waren vor nicht allzu langer Zeit angehoben worden. Davor hatten die Marktleute nur 1,50 Euro bezahlt. Allerdings ist dort die Zahl der Anbieter auch deutlich größer als in Wahlstedt. stm

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