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Umbau zu Flüchtlingsquartier

Wakendorf I: Umbau zu Flüchtlingsquartier

Fünf Asylbewerber werden bald in Wakendorf I ein Quartier finden. Um sie unterbringen zu können, soll das alte Sportlerheim umgebaut werden. Bürgermeister Kurt Böttger stellte den fast 30 Besuchern der Einwohnerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus das Projekt vor. Proteste gab es keine.

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Über die Unterbringung von Asylbewerbern informierte Bürgermeister Kurt Böttger. Es gab keine Proteste in der Einwohnerversammlung.

Quelle: Harald Becker

Wakendorf I. „Wir haben dem Amt Trave-Land angeboten, das alte Sportlerheim, das kürzlich durch einen Neubau ersetzt worden ist, umzubauen“, sagte Böttger. Es könnte für vier bis fünf Asylbewerber, möglichst eine Familie, hergerichtet werden. Das Gebäude am Dorfgemeinschaftshaus wird in den nächsten Wochen entkernt und als kleine Wohnung mit separatem Eingang umgebaut. „Danach können dann Flüchtlinge zeitnah einziehen“, sagte der Bürgermeister.

 Der Umbau dürfte rund 44000 Euro kosten. Der zinslose Kredit würde durch die Mieteinnahmen vom Amt abgetragen.

 Marlis Pielburg, Bürgermeisterin im benachbarten Bühnsdorf, die in ihrem Ort einer Flüchtlingshelfergruppe angehört, berichtete über die positiven Erfahrungen und Erlebnisse mit den Asylbewerbern. Fünf Wakendorfer Bürger erklärten sich daraufhin spontan bereit, sich im Ort um die Flüchtlinge zu kümmern.

 Vorerst verzichtet die Gemeinde auf den zusätzlichen Bau eines Hauses in Holzständerbauweise auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses. „Ob weitere Unterkünfte für Asylbewerber notwendig sind, kann noch nicht abgesehen werden“, erklärte Böttger.

 Das Geld für den Umbau des Sportlerheims ist im Haushalt 2016 bereitgestellt. Den billigten die Gemeindevertreter in der anschließenden Sitzung einstimmig. Bei einem Umsatz von gut einer halben Million Euro bleibt wohl ein Minus von 24600 Euro im Etat. Das fehlende Geld wird aus der Rücklage genommen, die noch rund 100000 Euro enthält, sagte Böttger.

 Für 15000 Euro erhält die Feuerwehr Einsatzschutzbekleidung und Zuschüsse für Lkw-Führerscheinprüfungen. 80 Rotdornbäume zu beschneiden, kostet 2500 Euro, der weitere Ausbau des Museums im ehemaligen Spritzenhaus 2000 Euro.

 Die Hebesätze für Grundsteuern mit 330 Prozent und für Gewerbesteuer mit 350 Prozent bleiben wie sie sind, sagte Finanzausschussvorsitzende Ingrid Colberg.

 Die Abwasserentsorgung wird dagegen teurer für die Bürger. „Seit Jahren haben wir an der Gebührenschraube nicht gedreht, jetzt ist eine Erhöhung um 1 Euro auf 2,45 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser rückwirkend zum 1. Januar unumgänglich“, sagte Böttger. Der Wege-Zweckverband (WZV) war bei der Untersuchung der Kanalisation auf erhebliche Schäden an den Rohren gestoßen. Noch immer fehle die Schlussrechnung vom WZV für das Kanalkataster, kritisierte Böttger. „Dies und erhebliche Kosten für die Sanierung werden die Abwassergebühren auch in den nächsten Jahren steigen lassen.“

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