9 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Einsatz fürs Dorf: 50 Jahre WGW

Wakendorf II Einsatz fürs Dorf: 50 Jahre WGW

Willi Schack, von 1994 bis 2003 Bürgermeister, kann sich noch gut an die Anfänge seiner Wählergemeinschaft Wakendorf II (WGW) erinnern: „Das waren politisch turbulente Zeiten“, erinnert er sich an die 1960er Jahre. Die WGW besteht jetzt 50 Jahre.

Voriger Artikel
Schiedsfrau will Frieden stiften
Nächster Artikel
Wenn der HSV beim SV Schackendorf spielt

In Anerkennung seiner Verdienste und seiner 50-jährigen Mitgliedschaft in der WGW überreichte Bürgermeister Hans-Hermann Schütt (links) seinem Vorgänger, Alt-Bürgermeister Willi Schack, eine Urkunde.

Quelle: Alexander Christ

Wakendorf II. Wenn es in den 1960er Jahren nach den Wakendorfern gegangen wäre, würde der Ort heute zur Gemeinde Henstedt-Ulzburg gehören. Es kam anders. In diese Zeit, ins Jahr 1966, fiel die Gründung der Wählergemeinschaft Wakendorf II (WGW).

 Wakendorf II gehörte damals mit Alveslohe, Ellerau, Ulzburg und Henstedt zum damaligen Amt Ulzburg. 1965 schied Ulzburg aus dem Amtsverbund aus und erklärte sich zur eigenständigen Gemeinde (Henstedt-Ulzburg entstand erst fünf Jahre später). Wenige Monate, im Januar 1966, gründete sich im Gasthof „Zur Post“, der 1985 abgerissen wurde, die WGW. Bis dahin war die CDU die einzige politische Gruppierung im Dorf gewesen.

 Rund ein Dutzend Bürger, darunter auch Schack, wählten seinerzeit Friedrich Platz zu ihrem ersten Vorsitzenden. Bei der im gleichen Jahr folgenden Kommunalwahl holte die WGW auf Anhieb vier Sitze, die CDU errang fünf. 1968 stellte die Gemeindevertretung einstimmig einen Antrag an das Innenministerium, sich dem damals bereits abzeichnenden Zusammenschluss der heutigen Henstedt-Ulzburger Ortsteile Henstedt, Ulzburg und Götzberg zu einer Großgemeinde Henstedt-Ulzburg als weiterer Ortsteil anzuschließen Doch das Begehren wurde ein Jahr später abgelehnt. Seitdem ist Wakendorf II eine von neun Gemeinden im Amt Kisdorf.

 Nach der Kommunalwahl 1970 wurde die WGW in der inzwischen elfköpfigen Gemeindevertretung mit sechs Sitzen erstmals stärkste Fraktion. Sie stellte mit Ernst-Günter Kröger den Bürgermeister, bis 1982 bei der Kommunalwahl die Mehrheitsverhältnisse wechselten und die CDU mit Bürgermeister Alfred Lentfer an der Spitze bis 1994 das Ruder übernahm. Seitdem ist wieder die WGW stärkste Fraktion.

 Schack ist das einzig noch lebende Gründungsmitglied der WGW und wurde anlässlich des Jubiläums geehrt. Während seines über 30-jährigen kommunalpolitischen Engagements habe er viel für sein Heimatdorf bewirkt, lobte sein Nachfolger und politischer Weggefährte Hans-Hermann Schütt. „Es war immer dein Wunsch, politisch etwas zu bewegen und sich für unser Dorf und die Bürger einzusetzen. Diese Aufgabe hast du in verschiedenen Funktionen mit viel Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein stets erledigt“, würdigte der heutige Bürgermeister die Verdienste des Landwirts im Ruhestand .

 Großen Wert legen Schütt und Schack darauf, dass das Miteinander zwischen CDU und WGW in den letzten fünf Jahrzehnten stets harmonisch verlief. Viele Projekte wie der Bau des Sport- und Kulturzentrums (Mitte der 1970er Jahre), der Umbau und die Erweiterung der Grundschule (in der Amtszeit Schacks) und der Anschluss der Gemeinde an ein Breitbandnetz mit Glasfaseranschlüssen bis in die Häuser 2011 sind nach ihren Worten nur einige Beispiele für funktionierenden Teamgeist in einer intakten Dorfgemeinschaft – unabhängig vom Parteibuch.

 Heute hat die zurzeit 70 Mitglieder zählende WGW neun Gemeindevertreter: Bürgermeister Hans-Hermann Schütt, dessen ersten Stellvertreter Bertil Kröger, Bernd Schack, Matthias Gülk, Knut Langer, Britta Grabow, Bettina Schmitz, Rolf Czwerwinsky und Lebrecht Mundt. Sie sind damit die stärkste politische Kraft im Ort. Die CDU hat vier Sitze.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3