23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Weitere Millionen für Straßenbau

Wakendorf II Weitere Millionen für Straßenbau

Seit vielen Jahren war die Sanierung maroder Straßen ein ungeliebtes Stiefkind der Politik. Es fehlte Geld, auch im Kreis Segeberg. Doch das hat sich geändert. Vielerorts wird gebaggert und asphaltiert. Landesverkehrsminister Reinhard Meyer kam zum Ortstermin nach Wakendorf II.

Voriger Artikel
Ein Leben im Dorfgasthof
Nächster Artikel
Sportlicher Spaß: Supstacle

Bei einem Besuch vor Ort informierte sich Verkehrsminister Reinhard Meyer (links), hier mit dem Bürgermeister von Wakendorf II Hans-Hermann Schütt an der Naher Straße, Ecke Sandbergstraße, über die Baufortschritte in dessen Gemeinde.

Quelle: Alexander Christ

Wakendorf II. Für Autofahrer im Kreis Segeberg sind sie derzeit eine Herausforderung, für die schleswig-holsteinische Landesregierung ein Beweis für wichtige, längst fällige Investitionen in die Infrastruktur: die zahlreichen Baustellen auf wichtigen Verbindungsstraßen in mehreren Ecken des Kreisgebiets.

 „Das Land hat 25 Jahre viel zu wenig Geld in den Erhalt der Landesstraßen investiert“, sagte am Dienstag Dezernatsleiter Christoph Köster vom Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr bei einem Ortstermin an der L 75. „Ein 2014 in Auftrag gegebener Zustandsbericht ergab, dass rund 90 Millionen Euro in die Sanierung maroder Landesstraßen benötigt werden. Im Landeshaushalt von 2013 standen nur 6,25 Millionen Euro zur Verfügung“, sagte Köster weiter. Die Landesregierung reagierte auf den Sanierungstau. Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD), der ebenfalls nach Wakendorf II gekommen war: „Alleine für das Jahr 2016 stehen 47 Millionen Euro bereit, und auch in den kommenden Jahren wird das Land mehr in den Erhalt seiner Infrastruktur investieren.“ Das bestätigte Birte Pusback, stellvertretende Pressesprecherin des Verkehrsministeriums: „Für die Jahre 2018 bis 2020 stehen insgesamt 107,9 Millionen Euro bereit.“

 Derzeit sind große Teile des Ortskerns von Wakendorf II, hier insbesondere die Naher Straße, fest in der Hand der Straßenbaukolonnen. Im ersten, vor drei Wochen begonnenen Bauabschnitt wurde Teile der Götzberger Straße bis zum westlichen Ortseingang saniert. Nun arbeiten sich die Bautrupps vor bis zum Ortsausgang Richtung Nahe. „Ich gehe davon aus, dass wir die Ortsdurchfahrt bis zum Ende der Sommerferien komplett saniert haben“, erklärte Dezernatsleiter Köster. Bis spätestens September soll der letzte Bauabschnitt von Wakendorf II bis zur Einmündung in die B 432 in Nahe abgeschlossen sein. Insgesamt investiert das Land 1,5 Millionen Euro in den Streckenabschnitt von der Götzberger Straße bis zum Naher Ortseingang. Weitere 2 Millionen Euro, von denen die Gemeinde Nahe die Hälfte, also 1 Million Euro, übernimmt, werden für die Sanierung der maroden Kanalisation vom Ortseingang Nahe sowie das Auftragen des neuen Asphaltbelags bis zur B 432 fällig.

 Dass mit den Arbeiten an der L75 begonnen wurde, stellt Hans-Hermann Schütt, Bürgermeister von Wakendorf II, zufrieden. Seit 2008 hat er nach seinen Worten das Land immer wieder darauf hingewiesen, dass die Sanierung notwendig sei. „Umso mehr freue ich mich, dass es nun tatsächlich etwas geschieht.“

 Der CDU-Landtagsabgeordnete Volker Dornquast aus Henstedt-Ulzburg kritisiert hingegen das Baustellenmanagement des Ministeriums als „laienhaft“. So gelinge es nicht, die Ausweichverkehre für den A7-Ausbau vorausschauend zu organisieren; statt dessen werde nun auch gleichzeitig auf der A1 gebaut. Auch dass die B 206 als Verbindung zwischen A 7 und A21/A1 sowie die L 75 als wichtige Ost-West-Strecke zur selben Zeit gesperrt sind, bemängelt Dornquast: „Langfristige Planung würde den betroffenen Bürgern besser helfen als nette medienwirksame Besuche des Ministers.“

 Kräftig gebuddelt und gefräst im Kreis Segeberg wird demnächst auch auf der Bundesstraße 432 vom Ortsausgang Bad Segeberg bis Klein Rönnau. Dort rücken die Bautrupps am Montag, 22. August, an. Bis 30. September sollen die Sanierungsarbeiten auf diesem Streckenabschnitt abgeschlossen sein. Anlieger können bis auf Ausnahme des Zeitraums von Donnerstag, 25. August, bis Dienstag, 30. August, im Bereich zwischen Plöner Eck und Klein Rönnau ihre Grundstücke erreichen. Für den Durchgangsverkehr bleibt der Baustellenbereich während der Sanierungsarbeiten gesperrt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3