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Mit PPP in die USA

Wakendorf II Mit PPP in die USA

Noch zweieinhalb Wochen: Am 14. August startet für Jana Möller (16) aus Wakendorf II eine lange Reise. Die Schülerin des Henstedt-Ulzburger Alstergymnasiums fliegt im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) für ein Jahr in die USA.

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Der SPD-Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes überreichte Jana Möller einen gerahmten 10-Dollar-Schein mit den Worten: „Als eiserne Reserve: in der Hoffnung, dass sie den schein nicht benötigen wird“.

Quelle: Ulrike Bundschuh

Wakendorf II. Die Schülerin wird dort in einer Gastfamilie leben, um Kultur, Land und Leute sowie Lebensart kennen zu lernen. „Ein Traum wird wahr“, meinte die Jugendliche bei einem Treffen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes, zu dessen Wahlkreis Wakendorf II gehört.

 Das Patenschaftsprogramm wird vom Deutschen Bundestag und dem US-Kongress finanziert. Im September 1983, anlässlich des 300. Jahrestages der ersten deutschen Einwanderung, vereinbarten die beiden Parlamente einen beidseitigen Jungendaustausch. 350 Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige oder Auszubildende gehen seitdem jedes Jahr in die USA; im Gegenzug kommen 350 junge US-Amerikaner nach Deutschland. Die Stipendiaten lernen im unmittelbaren Kontakt mit Gastfamilien, Mitschülern und Kollegen, was die Länder gesellschaftlich, kulturell und politisch verbindet und unterscheidet.

 Während des kostenlosen Aufenthaltes werden die Jugendlichen von jeweils einem Abgeordneten der beiden Parlamente betreut. Für Jana Möller ist es auf deutscher Seite Franz Thönnes, stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses sowie stellvertretender außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Er ist sicher, dass dieses Programm „eine der besten Investitionen in junge Menschen ist, die so auch lernen, Kompromisse zu machen, andere Vorgehensweisen zu erfassen und das eigene Leben auf anderen Fundamenten aufzubauen“. In den USA erwartet Jana ein Kongressabgeordneter, der die Patenschaft übernehmen wird. Die junge Frau wird in der spannenden Phase der Präsidentschaftswahlen 2016 in den USA sein und die Vorwahlen im Frühjahr aus der US-amerikanischen Perspektive hautnah miterleben.

 Die 16-jährige Schülerin kam in einem strengen Auswahlverfahren als eine von drei Kandidaten in die engere Wahl, aus der letztendlich Franz Thönnes die Botschafterin aus dem Kreis Segeberg auswählte. „Sie hat einfach überzeugt“, sagte der Abgeordnete. Ein Gutachten der Lehrerin, ein Steckbrief über sich, ein sechs Seiten langer Text in englischer Sprache und ein Vortrag sind nur einige der Voraussetzungen, die Jana Möller in dem Auswahlverfahren erfüllen musste. Zugute kam ihr sicherlich auch ihre offene Art, auf Menschen zuzugehen. Sie hat in einer Theater-AG mitgemacht und engagiert sich als Jugendgruppenleiterin in der Kirchengemeinde der St. Petrus Kirche auf dem Rhen, wo sie auch schon eine Konfirmandengruppe leitete. Mit ihrer Gastfamilie hat sie bereits Kontakt aufgenommen. Sie ist in einer Kirchengemeinde in Baltimore (Ohio) engagiert. „Somit passt das schon“, sagte Jana. Die Gastfamilien werden nicht einfach zugeteilt; sie suchen sich den jungen Gast aus. Auch dafür musste Jana eine Bewerbungsmappe anfertigen.

 Jana Möller freut sich schon sehr auf die High School. „Mein Hobby Tennis kann ich dort wohl nicht weitermachen, aber ich bin offen für Neues, zum Beispiel Volleyball.“

 Sie kann noch gar nicht ganz glauben, dass sie bald Wakendorf II für lange Zeit verlassen wird. „Ich hätte nie gedacht, dass ich genommen werde“, sagte sie. Durch einen Zeitungsartikel war sie auf PPP aufmerksam geworden. „Meine Mutter hatte mich bestärkt, mich zu bewerben.“ Vor der langen Trennung von ihrer Familie fürchtet sie sich nicht. „Ich bin eher nicht so der Typ für Heimweh“, meinte die 16-Jährige selbstbewusst. „Aber Vollkornbrot und Quark werde ich sehr vermissen. Das gibt es dort nicht.“

 Zu ihrer Familie wird Jana Möller regelmäßig Kontakt halten – per Internet. Besuchen dürfen ihre Eltern und ihre drei Geschwister sie während des Austausches nicht.

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