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Was die Jugend sich so wünscht

Bad Segeberg Was die Jugend sich so wünscht

Manche Wünsche klingen arg unrealistisch, andere haben durchaus Chancen. Im Bürgersaal des Bad Segeberger Rathauses wurden die ersten Ergebnisse des Projektes „Jugendgerechte Kommune“ präsentiert. Für ein Dauerthema gibt es auch einen neuen Vorschlag: den Standort für die Skater-Anlage.

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Hellena-Mercedes Wagemann (16) stellte ihre Idee für eine Umgestaltung des alten Bahnlagers von Möbel Kraft in einen Jugendtreff vor.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Bad Segeberg hatte sich vor einigen Monaten für das Bundesprojekt „Jugendgerechte Kommune“ beworben, bei dem pro Bundesland ein Gewinner ermittelt wurde – und setzte sich in Schleswig-Holstein prompt gegen acht Kommunen durch. Die Stadt hat den Verein für Jugend- und Kulturarbeit mit der Betreuung des Vorhabens beauftragt. Dessen Mitarbeiter Thomas Minnerop ist der örtliche Projektleiter. Der Anlass zur Teilnahme war die drohende Schließung des städtischen Jugendtreffs in der Mühle, aber diese Sparmaßnahme ist mittlerweile vom Tisch.

 In dem dreijährigen Projekt sollen vor allem Mittel und Wege erarbeitet werden, mit denen sich die junge Generation besser in die kommunalpolitischen Entscheidungen einbinden lässt. Es werden aber auch schon konkrete Vorhaben benannt, die sich die Jugendlichen wünschen.

 Ein geplanter Anschlag auf die Jugendkultur war der Termin der Präsentation mitten in den Sommerferien im übrigen nicht, wie Sozialausschussvorsitzender Jens Lichte klarstellte. „Ich habe den Termin gewählt, damit wir die Ideen nach der Sommerpause noch in den geplanten Doppelhaushalt hineinbekommen können.“ Die Fraktionen sollen Zeit zum Beraten haben - zum Beispiel über die Forderung der Jugendlichen, endlich Ersatz für die vor über fünf Jahren abgerissene Skater-Anlage zu schaffen. Während einer „Zukunftswerkstatt“ waren die Grünflächen an den Fischteichen neben dem Beachvolleyballfeld als idealer Standort benannt worden. Dieses Vorhaben soll nun geprüft werden. Der Kinder- und Jugendbeirat, dessen Vorsitzende Hellena-Mercedes Wagemann (16) sich intensiv an dem Projekt beteiligt, hat Antrags- und Rederecht in den Ausschuss- und Stadtvertretersitzungen; die jungen Leute können keine Entscheidung erzwingen, aber zumindest eine Diskussion in die Wege leiten.

 Es dürfte aber auch hier noch Hürden geben. Die Stadtverwaltung hatte nämlich just diesen Standort schon einmal überprüft und verworfen. Größtes Problem war - wie überall - die zu erwartende Lärmbelästigung der Anwohner. In unmittelbarer Nähe des Geländes gibt es zwar nur ein einziges Haus, aber etwas weiter entfernt auch das Hochhaus Rantzaustraße 13. Dessen obere Etagen bekämen die Skater-Beschallung ungefiltert ab. Es dürfte nun aber eine erneute Prüfung geben - zumal die Jugendlichen dort am liebsten einen kompletten Outdoor-Park mit Klettermöglichkeiten und vielem mehr hätte.

 Gern würden die jungen Leute das frühere Bahnlager von Möbel Kraft an der B206 zum Jugendtreff mit Filmecke, Sportareal und gemütlichen Plätzen zum Ausruhen umgestalten; allerdings gehört der Stadt das Gebäude nicht. Es gibt viele Wünsche, bei denen es schwierig werden dürfte: Gratis-Kino und eine ebenso kostenlose Badeanstalt, Wasserskifahren auf dem See, eine Paintball-Anlage, ein Zoo und ein Frozen-Joghurt-Laden.

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