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500 Haushalte ohne Wasser

Wahlstedt 500 Haushalte ohne Wasser

Die Industriestadt hat ein ernsthaftes Problem mit ihren Wasserleitungen. Am Freitag platzten erneut mehrere Rohre.

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In Wahlstedt sind rund 500 Anwohner ohne Wasser.

Quelle: Andreas Wicht

Wahlstedt. 500 Haushalte waren bis in die Nacht ohne Wasser. „Ein Ende ist derzeit nicht abzusehen“, hieß es am Abend in einer Pressemeldung der Polizei. 

Der Energieversorger EWS bemühte sich um Schadensbegrenzung. Einige der jetzt gerissenen Leitungen sollten ohnehin gerade saniert werden. „Die Baustellenschilder standen sogar schon, aber jetzt ist erst einmal die aktuelle Störung dran“, erklärte EWS-Geschäftsführer Winfried Köhler. „Leider sind die Störungen an Punkten, die wir nicht zum ersten Mal reparieren.“

Der Spuk begann um 13.45 Uhr. Die Freiwillige Feuerwehr wurde zu einem Rohrbruch in die Alte Landstraße gerufen. Dort sprudelte das Wasser regelrecht aus der Erde. „Nachdem die Einsatzstelle durch die Feuerwehr abgesichert und der Wasserversorger angefordert worden war, kam es erneut zu weiteren Wasserrohrbrüchen im Stadtgebiet“, berichtet der Feuerwehr-Chef. Allein in Alten Landstraße gaben die maroden Rohre bis zur Einmündung Kernbeißerweg an drei Stellen nach. Weitere Leitungen brachen am nahegelegenen Rotkehlchenweg und an der Skandinavienstraße am anderen Ende der Stadt. Vom schnellstens erfolgten Abstellen des Wassers waren auch Amselweg, Finkenweg, Drosselweg und Meisenweg betroffen.

Das Unternehmen EWS schickte mehrere Bautrupps los. Ihre erste Hauptaufgabe: das sorgfältige Sondieren der Störung. Dabei wühlten sich die Bauarbeiter vorsichtig durch im Lauf der Jahrzehnte beieinander angelegte Rohre, Kabel und Erdleitungen, um im Wahlstedter Untergrund behutsam zu den Wasserrohren vorzudringen. Schließlich sollte den Bewohnern neben dem Wasser nicht noch versehentlich die Stromversorgung gekappt werden. 

Ab 17.30 Uhr war die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen unterwegs, um in den betroffenen Straßen eimerweise Wasser zum Waschen und für die Toilettenspülung herauszugeben. Zum Trinken war das kühle Nass aus dem Feuerwehrauto hingegen nicht geeignet. 

 Schon im Sommer und Herbst 2014 war es in Wahlstedt zu gravierenden Rohrbrüchen gekommen. Im Juli mussten Feuerwehr und Baufirma an gleich sieben Stellen auf einmal eingreifen. Sobald an einer Stelle die unterirdischen Schieber geschlossen wurden, um einen Teil des Netzes zu sperren, gab es an anderer Stelle eine Überlastung. Die Feuerwehr verteilte damals - an einem heißen Sommertag mit über 25 Grad Celsius - bis zu 5000 Liter Wasser. Im Oktober wiederholte sich das Drama. Unter anderem war erneut die Skandinavienstraße überflutet. Höhepunkt war, dass ein Spaziergänger samt Hund in einem Erdloch verschwand, weil der Fußweg vollständig unterspült war. Mann und Tier konnten gerettet werden.

Die Firma Energie und Wasser Wahlstedt / Bad Segeberg“ (EWS) will derzeit ohnehin 600000 Euro in die Sanierung der Wahlstedter Rohre investieren. Vorgesehen ist, insgesamt 2000 Meter in der Skandinavienstraße, Theodor-Storm-Straße und Emil-Nolde-Weg zu erneuern. Die Arbeiten sollen sich bis Dezember hinziehen. Auch 120 Hausanschlüsse sind nicht mehr in Ordnung. Doch nun ist das Bauprogramm gründlich durcheinander geraten.

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