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Gleich zwei Sporthallen gesperrt

Wasserschäden an Schulen Gleich zwei Sporthallen gesperrt

Doppelschlag an den Bad Segeberger Schulen: Sowohl die Mehrzweckhalle am Städtischen Gymnasium als auch die Sporthalle der Schule am Burgfeld müssen wegen Wasserschäden bis auf weiteres gesperrt werden. Die Lage am "STG" ist dabei deutlich dramatischer. Hier droht ein Ausfall von sechs Monaten.

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Gleich zwei Bad Segeberger Sporthallen sind wegen Wasserschäden geschlossen: die Mehrzweckhalle des Städtischen Gymnasiums und die Sporthalle der Schule am Burgfeld.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Mit der Vorfreude auf die Herbstferien ist es am Städtischen Gymnasium vorbei. Betroffen von der Schließung wären neben dem Schulsport auch mehrere Vereine, die dort Übungszeiten gemietet haben, und der Kreissportverband. Endgültige Klarheit über das Ausmaß soll am Dienstag ein Ortstermin bringen, an dem auch Experten für Bautrocknung und Fachleute der Versicherung teilnehmen sollen.

Ursache der „Katastrophe“, wie es Schulamtsleiter Dirk Gosch auf Nachfrage der Segeberger Zeitung ohne Umschweife nannte, sind ersten Erkenntnissen zufolge defekte Regenfallrohre. Materialermüdung im unteren Bereich habe vermutlich dazu geführt, dass über einen längeren Zeitraum unbemerkt Wasser unter den Hallenboden fließen konnte. Bei manchen Bauvorhaben seien früher innen liegende Rohre verwendet worden, die sich hinter einer Verkleidung befinden, schilderte Bauamtsleiterin Antje Langethal. Entdeckt worden sei der Schaden nur durch einen – letztlich – glücklichen Zufall. „Die Schule wollte besonders lange Reckstangen haben.“ Bei deren Einbau sei man dann unvermittelt auf Wasser gestoßen. „Zunächst hatten wir auf ein räumlich begrenztes Problem gehofft, aber dann wurde die ganze Dimension deutlich.“

Betroffen sind wohl in jedem Fall die Geräteräume. Möglicherweise ist aber auch Wasser unter den erst vor rund 15 Jahren neu verlegten Schwingboden gelangt. Im Zweifel muss der Untergrund wohl vollständig aufgerissen werden. „Für uns ist das natürlich ein absolutes Horrorszenario“, sagte Direktor Frank Ulrich Bähr. An oberster Stelle stehe eine Lösung für das Sport-Profil, dessen Schüler damit kommendes Jahr ins Abitur gehen werden. „Auch andere Oberstufen-Kurse, deren Noten ebenfalls ins Abitur einfließen werden, müssen unbedingt stattfinden.“

Ausweichquartiere benötigen aktuell auch der SC Rönnau mit den Sparten Karate und Hockey, der MTV Segeberg mit Basketball, Karate, Leichtathletik und Fitness sowie der Segeberger Ruderclub. Hinzu kommen laut Verwaltung Turniere, die über den Kreissportverband veranstaltet werden, und praktische Anteile von Lehrgängen.

Am Freitag Nachmittag wurde zu allem Überfluss auch noch ein Wasserschaden in der Sporthalle am Burgfeld entdeckt. Hier hofft Bauamtsleiterin Antje Langethal jedoch, dass die Halle nach den Herbstferien wieder genutzt werden kann. Das Gebäude wurde umgehend mit einem neuen Türschloss versehen, damit Vereinsvertreter nicht versehentlich - und trotz eines Schildes an der Tür - das Haus betreten.

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Ein Artikel von
Thorsten Beck

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