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Windräder sind in Weede nicht willkommen

Weede Windräder sind in Weede nicht willkommen

Vom geplanten Windpark mit elf Masten bei Schieren, Weede und Bad Segeberg halten die Bürger nicht viel. Das wurde in der Einwohnerversammlung mit 100 Besuchern im prall gefüllten Sportlerheim in Weede deutlich. Tage zuvor hatte sich bereits die Gemeindevertretung Schieren dagegen ausgesprochen.

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Im Jugend- und Sportlerheim Weede trafen sich rund 100 Bürger zur Einwohnerversammlung und diskutierten über den Plan für einen neuen Windpark. 90 Prozent lehnten ihn ab.

Quelle: Klaus J. Harm

Weede. Die Weeder fühlen sich stark gebeutelt vom Ausbau der Windenergieanlagen. Nicht nur im Norden Weedes hat das Land 127 Hektar als Vorranggebiet ausgewiesen. Auch im Südosten soll der bestehende Windpark zwischen dem Ortsteil Steinbek und Neuengörs noch mal um drei oder vier neue Anlagen erweitert werden. Damit wäre Weede von rund 30 Anlagen eingekesselt.

Kritik: Zu geringe Abstände

Bürgermeisterin Gretel Jürgens haderte mit möglichen neuen Anlagen. Ihr seien etwa die Mindestabstände zur Wohnbebauung (800 Meter zu Siedlungen, 400 Meter zu Splittersiedlungen) bei 200 Meter Gesamthöhe zu gering.

Befürworter: Grenzwerte werden eingehalten

Malte Schuldt, designierter Betreiber des Bürgerwindparks Neuengörs, versuchte, die Gemüter zu beruhigen: „Bei den Geräuschen gibt es Grenzwerte, die eingehalten werden müssen. Wenn sich herausstellt, dass sie überschritten werden, werden die Anlagen gedrosselt.“ 

Jan Claussen von der Schierener Interessengemeinschaft der Windkraftgegner gab Tipps für die Stellungnahme beim Land: „Wichtig ist, viele konkrete Gründe aufzuzählen, die gegen eine Ausweisung des Gebiets als Prioritätsfläche sprechen.“

In einer spontanen Stimmungsbefragung waren 90 Prozent der Zuhörer gegen einen neuen Windpark.

Am 29. Juni wird die Gemeindevertretung ihre Stellungnahme verfassen.

Von Klaus J. Harm

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