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Zoff um Löhne und Arbeit

Wege-Zweckverband Zoff um Löhne und Arbeit

Beim Abfallentsorger und Breitbandverleger Wege-Zweckverband (WZV) im Kreis Segeberg gibt es Ärger zwischen Belegschaft und Führung. Die Gewerkschaft wirft WZV-Chef Jens Kretschmer vor, er betreibe Lohndumping und wolle die Finanzbuchhaltung ausgliedern. Der WZV dementiert.

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Im Wege-Zweckverband gibt es Ärger zwischen der Belegschaft und der Führung.

Quelle: Archiv

Kreis Segeberg. Die Themen beherrschten die Verbandsversammlung im Fichtenhof in Rickling, zu der die Vertreter von 94 Städten und Gemeinden gekommen waren. Die Kommunen – außer Norderstedt – sind Träger des WZV. Vertreter der Gewerkschaft Verdi verteilten am Eingang Flugblätter, auf denen sie „Gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ forderten.

 Dr. Beatrix Klüver, Vorsitzende der WZV-Verbandsversammlung und Bürgermeisterin von Tensfeld, kritisierte die Verdi-Aktion. „Dass sie uns nicht angekündigt wurde, ist nicht gerade vertrauensbildend. Wir werden im Frühjahr, wie von Verdi gefordert, Gespräche über einen Tarifvertrag für die rund 190 Mitarbeiter der WZV Entsorgungs GmbH führen.“

 Verdi kritisiert schon seit langem, dass die Mitarbeiter in der GmbH weniger verdienen würden als die klassischen Mitarbeiter des WZV, der eine öffentlich-rechtliche Körperschaft ist. Niedriglohn, keine Betriebsrente und weniger Urlaub seien die Folge. Außerdem sei die Lohnsteigerung der Branche nicht weitergegeben worden. Verdi fordert vom WZV, statt des Tarifvertrags des privaten Entsorgungsgewerbes in der GmbH die Tariflöhne des öffentlichen Dienstes TVöD zu zahlen.

 WZV-Chef Jens Kretschmer bremste die Erwartungen: „Sollte der TVöD zur Anwendung kommen, bedeutet dies ein Mehr von rund 1 Million Euro, also ein Plus von 16 Prozent, an Gehaltskosten.“ Laut Kretschmer würde die bisherige Abfallentgeltberechnung hinfällig, es würde zu Erhöhungen und somit vielleicht zur Neuausschreibung der Abfallentsorgung kommen, die der Kreis an den WZV delegiert hat. Ohne Abfallentsorgung wären beim WZV betriebsbedingte Kündigungen zu erwarten.

 Streit gab es auch um die WZV-eigene Finanzbuchhaltung. „Für mich ist es sehr peinlich, immer noch nicht den Jahresabschluss für 2014 vorlegen zu können. Der Abteilung ist eine Frist zum Frühjahr 2016 für die Abschlüsse 2014 und 2015 gesetzt worden.“ Dass andernfalls der WZV die Abteilung ausgliedern wolle, wie Verdi behaupte, wies Kretschmer zurück. „Das steht nicht zur Debatte.“

 Weitere Themen waren der Ausbau des Glasfasernetzes für schnelle Internetanschlüsse, in den der WZV im Jahr 2016 drei Millionen Euro investiert. Auch Bühnsdorf und Bahrenhof wollen den WZV hiermit beauftragen. 2,5 Millionen Euro kosten sechs neue Abfallfahrzeuge. Die Müllgebühren bleiben unverändert.

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