23 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Abfalltipps auf Arabisch

Wege-Zweckverband Abfalltipps auf Arabisch

Der Wege-Zweckverband (WZV) stellt Teile seiner Entsorgung im Kreis Segeberg (ohne Norderstedt) um. So ändern sich Abholtage. Die Recyclinghöfe erhalten neue Öffnungszeiten. Versuche mit der Tonne für gelbe Säcke und ein Strauchgut-Abrufsystem werden fortgesetzt. Broschüren wurden in Sprachen übersetzt, die Asylbewerber lesen können.

Voriger Artikel
Die Schulen haben eine Zukunft
Nächster Artikel
Neue Flüchtlingsunterkünfte

Der neue Recyclinghof Bad Segeberg erlebt einen Kundenansturm.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Viele Informationen finden sich in der neuen Abfallinfo, die der WZV überarbeitet hat. Sie gilt ab 2016. Ab Montag, 7. Dezember, wird sie per Postwurfsendung an alle Haushalte verteilt, zunächst in den Dörfern, dann in den Städten. Online ( www.wzv.de) sind die Termine jetzt schon einsehbar. In den 15 Gemeinden und Städten, in denen sich Abfuhrtage ändern, sind die Kunden bereits vorab mit Flyern informiert worden, erläuterten WZV-Chef Jens Kretschmer und WZV-Logistikleiterin Katja Finnern gestern in einem Pressegespräch.

 Kretschmer und Finnern dankten den WZV-Kunden, dass sie ihre Tonnen passgenau an die Straße stellen, damit die neuen WZV-Seitenlader die Gefäße punktgenau aufnehmen und entleeren können. Das ermögliche schnellere Fahrten mit weniger Personal.

 Insgesamt setzt der WZV 82 Männer in der Abfuhr von Abfall, Strauchgut, Sperrmüll und Altpapier ein. 35 Fahrzeuge gehören zum Fuhrpark.

 Viele Abfälle liefern Kunden auch auf dem neuen Recyclinghof in Bad Segeberg an. Es gebe jetzt schon 20 Prozent mehr Kunden als auf dem alten WZV-Betriebshof nebenan, sagt Recyclinghofleiter Cornelius Thürlings. In diesem Jahr kämen wohl 40000 Kunden, nach 30000 im Vorjahr. Auch der Müllumschlag am Standort Bad Segeberg innerhalb des WZV-Logistik habe stark zugenommen, was die Arbeit effizienter mache.

 Nach einer versuchsweisen kräftigen Ausdehnung der Öffnungszeiten auf den Recyclinghöfen wird entsprechend der Kundennachfrage ab Januar 2016 umgestellt. Künftig sind die Plätze in Bad Segeberg, Schmalfeld und Tensfeld ab 8 Uhr nicht nur bis 17 Uhr geöffnet, sondern donnerstags sogar bis 18 Uhr. An Sonnabenden wird statt um 14 Uhr bereits um 13 Uhr geschlossen.

 Knapp 20 Prozent der WZV-Kunden haben auf eigene Kosten von 8,52 Euro pro Jahr auch eine PlusTonne gebucht. Darin können die gelben Säcke der Wertstoffsammlung verstaut werden. Der Preis bleibt 2016 konstant, ebenso wie die generelle Müllgebühr.

 Fortgeführt wird der Modellversuch „Strauchgutabfuhr auf Abruf“ in Kaltenkirchen.

 An die Grenzen gerät der WZV derzeit bei der Verteilung von Mülltonnen. Wegen des Zuzugs von Asylbewerbern erhöht sich das Müllaufkommen, in der Folge ist das Tonnendepot leer. Allein für das neue Asyl-Quartier im Levo-Park in Bad Segeberg sind 200 Tonnen nötig.

 Damit Asylbewerber rechtzeitig das Mülltrennen kennen lernen, hat der WZV seine Broschüren mit Piktogrammen versehen und Texte in Arabisch, Albanisch, Armenisch, Türkisch, Russisch und Englisch übersetzt.

 Festhalten will der WZV an der Praxis, nicht nachts die Tonnen zu leeren, wenn die Straßen frei sind, wie in anderen europäischen Ländern, sondern tagsüber. Nachts zu arbeiten, verbiete die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung, sagte Katja Finnern. Von 22 Uhr bis morgens um 7 Uhr sei Lärm in reinen Wohngebieten verboten. Nach den Buchstaben des Gesetzes dürften in dieser Ruhephase sogar nicht einmal die Bürger ihre Tonnen an die Straße stellen, erklärte sie augenzwinkernd.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3