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Baustelle bis nächsten Mai

Großenaspe Baustelle bis nächsten Mai

Seit Anfang Oktober gleicht Großenaspe einer Großbaustelle. Die durch den Ort führende Kreisstraße 111 (Bad Bramstedt - Boostedt) wurde aufgerissen, der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Die Großenasper müssen noch bis Mai 2016 mit den Widrigkeiten leben.

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Die Kreisstraße 111 wird in Großenaspe auf einer Länge von 1,2 Kilometern erneuert. Sie ist für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Großenaspe. Auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern wird die Straßendecke erneuert. Die Kosten von rund 650000 Euro trägt der Kreis Segeberg, aber die Gemeinde investiert noch einmal die gleiche Summe in die Instandsetzung der Kanalisation unter der Fahrbahn.

 „Wir hätten zwar noch etwas Zeit gehabt mit der Kanalisation“, sagt Bürgermeister Torsten Klinger (CDU). Doch dann hätte die neue Asphaltdecke in einigen Jahren wieder aufgerissen werden müssen. Das wollte der Kreis vermeiden. Die Schäden seien bei einer Kanaluntersuchung mit einer Kamera festgestellt worden, erläutert Klinger; die Gemeinde sei verpflichtet, sie bis 2018 zu beseitigen.

 Die Kosten für die Kanalarbeiten von 650000 Euro muss die Gemeinde selbst stemmen. Darin enthalten sind Reparaturen sowie das Verlegen neuer Plastikrohre mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern. Die Sanierungskosten fließen in die Abwassergebühren ein. „Wir haben aus diesem Grund auch die Gebühren bereits erhöht“, erklärt Bürgermeister Klinger. Statt wie bisher 0,59 Euro pro Kubikmeter müssen die Einwohner seit diesem Jahr 1,64 Euro pro Kubikmeter Abwasser bezahlen. Das schlägt sich nach Angaben von Walter Hadeler, Kämmerer der Amtsverwaltung Bad Bramstedt-Land, pro Person bei einem durchschnittlichen Jahreswasserverbrauch von 40 Kubikmetern mit 42 Euro im Jahr nieder. Nach Angaben von Hadeler wird der Abwasserpreis wohl auch künftig nicht gesenkt werden können, sondern sich beim derzeitigen Niveau einpendeln. „Das liegt mit daran, dass Großenaspe im Laufe der nächsten zehn Jahre weitere 2,5 bis 3 Millionen Euro in die Sanierung der Abwasserkanalisation in den anderen Straßen des Ortes investieren muss“, erläutert der Kämmerer. Insgesamt werden in der Gemeinde rund 11000 Kubikmeter Abwasser im Jahr verbraucht.

 Bei einer Bürgerversammlung vor einigen Wochen waren die Einwohner über die bevorstehenden Arbeiten informiert worden. „Es gab viele Fragen, aber auch Verständnis für die Maßnahme“, so Bürgermeister Klinger. Ein Ärgernis waren bisher die abgesackten Gullischächte. „Wenn Lastwagen drüber gefahren sind, gab es jedes mal Lärm“, erklärte der Bürgermeister. Und da das Unternehmen Krebs in Großenaspe Kies abbaut und eine Bauschutt-Recyclinganlage betreibt, fahren viele Lkw durch den Ort. Nun werden die Gullideckel wieder auf das Straßenniveau gebracht.

 Während der Bauzeit müssten die Anwohner natürlich mit einigen Einschränkungen leben. „Zeitweilig muss die Straße in beide Richtungen gesperrt werden. Es ist aber sichergestellt, dass die Anlieger jederzeit mit dem Auto ihre Grundstücke erreichen können“, versicherte Torsten Klinger. Allerdings müssen sie dafür auch mal durch die Baustelle fahren, was eine matschige Angelegenheit werden kann.

 Eingeteilt ist die Straßenerneuerung in drei Bauabschnitte, von denen jeder rund 300 Meter lang ist. „Wir stellen jeden Bauabschnitt gänzlich fertig und beginnen dann erst mit dem Nächsten“, erklärte Jonas Gragert vom Tiefbauamt des Kreises. Das habe den Vorteil, dass der Verkehr nicht auf der ganzen Länge behindert wird. Der erste im Süden beginnende Bauabschnitt werde gegen Weihnachten fertig gestellt sein. Dann müsse voraussichtlich erst mal eine Pause eingelegt werden. Bei Schnee und Eis könnten die Arbeiten jedenfalls nicht fortgesetzt werden, so Gragert.

 Bürgermeister Klinger hofft, dass im Mai nächsten Jahres nach achtmonatiger Bauzeit alles fertig ist. Bis dahin müssen Autofahrer, die von Bad Bramstedt in Richtung Boostedt fahren wollen, Umwege über Wiemersdorf und Großenaspe-Brokenlande in Kauf nehmen. Bereits ab Bimöhlen ist die Kreisstraße 111 nur noch für Anlieger freigegeben.

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