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Kreisverwaltung sperrt Besucher aus

Wegen Überlastung Kreisverwaltung sperrt Besucher aus

Eine Abteilung der Kreisverwaltung in Bad Segeberg, die Unterhaltsvorschusskasse, erstickt in Arbeit. Jetzt sperrt sie für vier Wochen die Besucher aus und nimmt auch kein Telefongespräch mehr an, um die Anträge bis Jahresende bewältigen zu können.

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Die Kreisverwaltung Bad Segeberg steht unter Arbeitsdruck. Angeblich fehlen 78 Stellen. Sie sind für 2018 bei der Politik beantragt.

Quelle: Gerrit Sponholz

Bad Segeberg. Diese besondere Maßnahme fällt ausgerechnet in eine Phase, in der die Kreisverwaltung mit der Kreispolitik für das nächste Jahr über einen immensen Personalaufbau verhandelt. Im Gespräch sind angeblich fast 78 neue Stellen.

Mitarbeiter ersticken in Anträgen

In die jüngsten Probleme bei der Arbeit ist die Kreisverwaltung nach eigenen Angaben durch das neue Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) geraten. Es regelt Fälle, in denen Alleinerziehende keinen oder nicht regelmäßig Unterhalt von dem anderen Elternteil erhalten. Die Alleinerziehenden können beim Kreis einen Unterhaltsvorschuss beantragen. Das neue Gesetz war im Juli in Kraft getreten. Der Kreis der Anspruchsberechtigten sei stark gewachsen, sagt Kreispressesprecherin Sandra Kind. So profitieren etwa 1300 Kinder und Jugendliche im Kreis Segeberg von diesen neuen Regelungen. Das entspreche einer Verdoppelung der bisherigen Anzahl von Leistungsempfängern.

Bis Weihnachten nur per Post und Email erreichbar

Eine Abarbeitung sei im laufenden Tagesgeschäft nur sehr schleppend möglich. Derzeit sei nur ein Drittel der vorliegenden Anträge abschließend bearbeitet. Wichtig sei jetzt, die Anträge bis Jahresende abzuarbeiten und den Familien das Geld auszuzahlen. Deshalb werde die Erreichbarkeit der Unterhaltsvorschusskasse eingeschränkt. Sie wird von Montag, 27. November, bis Freitag, 22. Dezember, für Kunden geschlossen bleiben. Die Kasse sei dann nur noch per Post oder per Email zu kontaktieren.

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