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Ein Dorf in Sorge

Fahrenkrug Ein Dorf in Sorge

Der größer werdende Zustrom von Asylbewerbern und ihre Unterbringung waren die beherrschenden Themen der Einwohnerversammlung in Fahrenkrug. Sogar Sporthalle und Dorfgemeinschaftshaus könnten als Unterkünfte herhalten, das dörfliche Vereinsleben käme zum Erliegen.

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Am Informationsabend der Gemeinde Fahrenkrug über die Aufnahme von Asylbewerbern im Dorf gab es einen großen Besucheransturm im Aufenthaltsraum der Sporthalle.

Quelle: Karsten Paulsen

Fahrenkrug. Jan-Henrik Fechner vom Amt Trave-Land informierte die Fahrenkruger ausführlich über die aktuelle Situation und künftige Entwicklung in ihrem Heimatort. Der Amtsleiter beantwortete auch Fragen der über 80 erschienenen Einwohner zur Integration der Flüchtlinge und die sprachliche Verständigung. Hier seien auch ehrenamtliche Hilfe von Bürgern und ihre Kreativität gefragt.

 „Die zugewiesenen Asylbewerber werden entsprechend der Einwohnerzahl auf die 27 amtsangehörigen Gemeinden aufgeteilt“, erläuterte Fechner. Durch steigende Zahlen von Flüchtlingen werde der Druck immer größer, freie Unterkünfte zu finden. Fechner und auch Bürgermeister Rolf-Peter Mohr appellierten an die Fahrenkruger, Wohnraum für die Ankömmlinge zur Verfügung zu stellen. Beide schlossen nicht aus, als letzte Möglichkeit sogar die Sporthalle oder das Dorfgemeinschaftshaus für Asylbewerber zu nutzen. Mohr sagte dazu: „Keiner von ihnen bleibt vor der Tür stehen.“ Das könne natürlich zu Problemen führen, räumte Fechner auf Nachfrage ein.

 Die in Kürze in Fahrenkrug erwarteten 20 bis 30 Asylbewerber sollen nach einer Übereinkunft zwischen der Gemeinde und dem Vermieter Hans-Dieter Merker im ehemaligen Altersheim (Schackendorfer Weg 19c) untergebracht werden. Die Umbauarbeiten laufen zurzeit noch. Einige wenige Flüchtlinge hätten bereits eine Bleibe im Obdachlosenheim nahe der Sporthalle gefunden, sagte Fechner.

 Bereits heute Abend geht es ab 20 Uhr im Fahrenkruger Bürgerhaus erneut um Asylbewerber. „Wir Gemeindevertreter möchten den Bürgern dann die Möglichkeit geben, sich einzubringen – sei es eine Bürgerinitiative, ein Verein oder eine andere Form der Zusammenarbeit, um mit uns gemeinsam Wege zu erarbeiten, wie wir die Menschen, die aus Krieg und Verfolgung zu uns kommen, aufnehmen wollen“, heißt es in einem Aufruf der Gemeindevertretung. „Es ist unsere christliche Aufgabe, die Flüchtlinge auf ihrer Suche nach einer neuen Heimat zu unterstützen.“

 Darüber hinaus liege es im Interesse der Fahrenkruger, Kontakt zu den Flüchtlingen herzustellen, schreibt die Gemeindevertretung weiter. „Denn auch wenn wir einander zunächst Fremde sind, geht für beide Seiten keine Gefahr vom anderen aus, wenn wir uns kennenlernen und sich die Familien bei uns sicher fühlen. Wir haben die Möglichkeit, uns selbst zu zeigen, dass wir in der Lage sind, Not zu lindern und das zu teilen, was wir bisweilen im Überfluss haben.“

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