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Weihnachtsmann, aufsteh'n!

Innenstadt Bad Segeberg Weihnachtsmann, aufsteh'n!

„Weihnachtsmann, aaauuuufsteeeeh’n!“, riefen Hunderte. Doch die Menge musste sich mehrmals laut bemerkbar machen und Weihnachtslieder singen, bis der Mann mit dem weißen Rauschebart auf dem Balkon der VR Bank in der Bad Segeberger Fußgängerzone erschien.

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Mit Moderator Uwe Voss und Feuerwehrfrau Lana Pichol schwebte der Weihnachtsmann im Korb der Drehleiter über dem Publikums

Quelle: Patricia König

Bad Segeberg. „Und wie immer hat der noch verschlafene Weihnachtsmann seine rote Mütze vergessen...“, stellte Moderator Uwe Voss in luftiger Höhe fest. Auch Voss, sonst als CDU-Politker bekannt, hatte sich am Sonnabend eine rote Mütze aufgesetzt – und sich zusammen mit Feuerwehrfrau Lana Pichol auf die große Drehleiter der Brandschützer getraut, um die Bad Segeberger Tradition des Weihnachtsmannweckens in Gang zu bringen.

 Dabei zeigte sich Voss wieder als souveräner Entertainer. Er verstand es, auf lustige Art viele Kinder, Frauen und Männer zum Singen und zum Rezitieren traditioneller Weihnachtsgedichte zu bringen.

 Schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn versammelten sich warm eingepackte Schaulustige auf dem Platz vor der VR Bank Neumünster. Schon seit Donnerstag ist die Innenstadt wieder weihnachtlich geschmückt - mit den geschmückten, bunten Bullerbü-Häuschen und vielen Tannen. Auf dem Bankvorplatz steht eine riesige Fichte, und auch die Beleuchtung mit Sternenlampen hing bereits. Doch sie war noch nicht angeschaltet. Das ist schließlich die Aufgabe des frisch aufgeweckten Weihnachtsmannes.

 Bis er die Innenstadt zum Strahlen brachte, vergnügten sich die Kinder auf dem Karussell, die Erwachsenen versorgten sich mit Glühwein und Punsch, und zum Glück hörte es auch für eine Stunde tatsächlich zu regnen auf.

 Während das Weihnachtsmannwecken für die Bad Segeberger seit den 1990er Jahren eine liebe Tradition bedeutet, ist es für Gäste von auswärts etwas Neues. Kerstin Langnickel kommt ursprünglich aus Klein Gladebrügge, wohnt aber seit längerem schon in Schwarzenbek. Ihr vierjähriger Sohn Jesper ist mit dem Weihnachtsmannwecken aufgewachsen. „Dafür reise ich immer zu meinen Eltern, und wir gehen zusammen in die Innenstadt.“ In diesem Jahr hatte sie ihre Freundin Carmen Carstens und deren ebenfalls vierjährigen Sohn Tyson mitgebracht. „Ich bin gespannt“, erkärte die Schwarzenbekerin, die das Spektakel zum ersten Mal miterlebte. Genauso wie einige Frauen mit ihren Kindern aus den Segeberger Kliniken. Cornelia Kumsch aus Ostfriesland war ebenso überrascht wie Tochter Lisa-Marie. „Das ist ja eine schöne Tradition!“, sagten beide erfreut. Die Idee hatte einst Unternehmer Jürgen von Basse als Vorsitzender der damaligen Werbegemeinschaft Kalkbergring aus Dänemark mitgebracht und in Bad Segeberg etabliert.

 Dann wurde es spannend. Nachdem die Menge unter der Federführung von Uwe Voss „Advent, Advent“, „Oh Tannenbaum“, „Lieber, lieber Weihnachtsmann“ und „Stille Nacht“ gesungen und aufgesagt hatte, zeigten sich zunächst zwei bärtige Wichtel – und dann endlich der Weihnachtsmann persönlich auf dem Balkon des Bankhauses.

 Voss fuhr mit dem Korb der Drehleiter zur Brüstung und holte den gerade geweckten Rauschebart ab. Zusammen schwebten sie über der staunenden Menge hin und her – und dann kam ein weiterer spannender Moment: Die Menge zählte von 10 rückwärts; bei Null verband der Weihnachtsmann die Enden zweier Kabel und die Innenstadt erstrahlte unter dem Jubel der Menge in adventlichem Glanz.

 Bevor der Weihnachtsmann zum geruhsamen Weiterschlafen bis zum Heiligen Abend wieder auf dem Balkon abgesetzt wurde, verlas er noch in luftiger Höhe die Namen der Gewinner des Wettbewerbs „Wer malt den schönsten Weihnachtsmann?“ Dazu hatte VR-Bank wieder die Bad Segeberger Kinder eingeladen. In der Kategorie 3 und 4 Jahre belegte Lene Kim Seiller den 1. Platz, David Fiebig den 2. Platz und Sofia Olbert den 3. Platz. Bei den 5- und 6-Jährigen gewann Florentine Fischer vor Arina Rothenberger und Allegra Edler. In der Wertung der Kindergärten gewann den 1. Preis der Kindergarten Südstadt und bekam 250 Euro, auf den 2. Platz folgte der Kindergarten des Kinderschutzbundes (200 Euro), Dritter wurde der DRK-Kindergarten Immenhus aus Klein Rönnau (150 Euro).

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