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Neubau oder Sanierung?

Ihlwaldkapelle Neubau oder Sanierung?

Abriss und Neubau für 650000 Euro – oder doch lieber Sanierung für 250000 Euro? Vor dieser Frage dürften bald erneut die Stadt Bad Segeberg und einige Umlandgemeinden stehen, wenn es um die Zukunft der an vielen Stellen dringend reparaturbedürftigen Ihlwaldkapelle geht.

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Abreißen und neu bauen oder sanieren? Die Diskussion um Bad Segebergs Ihlwaldkapelle geht weiter.

Quelle: Patricia König

Bad Segeberg. Eigentlich schien es kommunalpolitisch schon beschlossene Sache, das marode Gebäude am Ihlwaldfriedhof dem Erdboden gleich zu machen und etwas komplett Neues zu bauen. Ein Architekt hatte die Kapelle im vergangenen Jahr untersucht, und es wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Kreisstadt, des Amtes Trave Land und des Amt Leezen sowie aus Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden und Verantwortlichen des Kirchenkreises gebildet, um über das weitere Verfahren zu beraten. In der Kapelle werden vor allem Messen für Verstorbene abgehalten, die konfessionslos sind oder aus Gemeinden stammen, die über keinen Friedhof verfügen. Das sind Blunk, Groß Rönnau, Negernbötel, Klein Gladebrügge, Klein Rönnau, Schackendorf, Traventhal und Stipsdorf (Trave Land) sowie Högersdorf, Mözen und Schwissel (Leezen).

 In einer Vorlage und einem Beschlussvorschlag der Arbeitsgruppe für die Bad Segeberger Stadtvertretung, maßgeblich mit vorangetrieben durch Bürgermeister Dieter Schönfeld, wurde die große Lösung favorisiert. An den veranschlagten Kosten in Höhe von 650000 Euro müssten sich die Gemeinden laut nach wie vor gültigem Nutzungsvertrag aus dem Jahr 1965 finanziell mit einem Anteil beteiligen, der den jährlichen Bestattungen entspricht. Dieser Punkt stand im Folgenden auf den Tagesordnungen der einzelnen Gemeindevertretersitzungen. Nach anfänglichem Zögern gab es schließlich eine klare Mehrheit, die sich für eine große Lösung aussprach. Doch es mehrten sich auch Stimmen, die diese beträchtliche Investition an dieser Stelle in Frage stellten und für eine zunächst einmal deutlich günstigere Sanierung plädierten.

 Bei einem zweiten Ortstermin im Mai dieses Jahres, der innerhalb einer Sondersitzung des städtischen Bauausschusses stattfand, wurden nochmals beide Möglichkeiten erörtert und abgewägt. Die Vertreterin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Segeberg hatte zugesagt, dass der Kirchenkreis Segeberg-Plön die Renovierung des Glockenturms übernehmen würde. „Das Problem an der ganzen Sache ist, dass für eine Sanierung der Kapelle die Stadt finanziell allein zuständig wäre“, erklärte Wolfgang Tödt (Wählergemeinschaft BBS), Vorsitzender des Bauausschusses, der Segeberger Zeitung. Doch wie alle wüssten, habe die Kreisstadt kein Geld und sei deswegen auch bei dieser kleinen Lösung auf die Mithilfe der Gemeinden angewiesen.

 Deren finanzieller Anteil läge bei Gesamtkosten von rund einer Viertelmillion Euro natürlich deutlich niedriger als bei einem Neubau. Deswegen plant er nun, demnächst in einem Rundschreiben alle betroffenen Gemeinden ausdrücklich danach zu fragen, ob sie einer Sanierung zustimmen und sich dann freiwillig an den Kosten beteiligen würden. In diesem Fall könnte man auch den ursprünglichen Architekten aus Kaltenkirchen mit einbeziehen, meint Tödt.

 So lange diese Umfrage nicht zu einer Verständigung mit den Dörfern geführt habe, soll der Tagesordnungspunkt weder im Bauausschusss noch in der Stadtvertretung behandelt werden. Tödt: „Wenn wir ein Ergebnis dazu haben, werden wie darüber beraten und der Stadtvertretung einen Vorschlag unterbreiten, um dann die weitere Planung und Umsetzung zügig voranzutreiben.“

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