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Neue Wache für sechs Polizisten

Wensin-Garbek Neue Wache für sechs Polizisten

Die Verträge mit dem Land sind fertig, es fehlen nur noch Details und die Unterschriften: Einen Teil der Alten Schule im Ortsteil Garbek lässt die Gemeinde umbauen, um dort einer neuen großen Polizeistation Platz zu bieten. Ab 2017 sollen dort sechs Beamte im Tagesschichtdienst arbeiten.

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1929 hatte das Land das reetgedeckte Polizeistation in Seedorf gebaut. Sie wird von Artur Sielas geführt. Geplant ist, sie nur noch bis zu seinem Pensionierungsalter im November 2017 zu erhalten.

Quelle: Gerrit Sponholz

Wensin. Zeitgleich werden die Drei-Mann-Station in Geschendorf und die Ein-Mann-Station im Privathaus von Polizist Rüdiger Bühring in Garbek aufgelöst. Die Ein-Mann-Station Seedorf mit Artur Sielas schließt erst im November 2017. Dann erreicht Sielas das Pensionsalter.

 Das künftige Einzugsgebiet der neuen Wache umfasst fast den gesamten Bereich des großflächigen Amtes Trave-Land. Es liegt zwischen Wakendorf I und Sarau, Klein Rönnau und Pronstorf; dort leben rund 14000 Einwohner.

 Der Zentralisierung liegt ein Konzept zu Grunde. Die Polizei hatte auch in anderen Regionen Kleinststationen aufgelöst und die Kräfte in größeren Wachen gebündelt. Einer der Gründe: Zum Eigenschutz sollen Polizeibeamte nur noch zu zweit auf Streife gehen und zu Einsätzen fahren. Das ist nur möglich, wenn die Stationseinheiten groß genug sind. Schon jetzt arbeiten die Wachen Geschendorf, Seedorf und Garbek im Streifendienst zusammen.

 Der Standort Garbek war schon lange von der Polizei favorisiert worden. Er liegt mittig in der Region, es ist ein passendes Gebäude vorhanden, und die Bundesstraße 432 als zentrale Achse ist nicht weit entfernt.

 Wensins Bürgermeister Jörg Buthmann hat sich bereits intern mit den Amtskollegen aus jenen Bereichen zusammengesetzt, die ihre Stationen verlieren werden. Buthmann selbst freut sich, dass die Landespolizei Garbek als Standort ausgewählt hat. „Wir brauchen weiterhin Polizeipräsenz in der Fläche.“

 Gastgeber für die Polizei wird die Gemeinde Wensin. Ihr gehört die Alte Schule, die unter anderem auch schon den Kindergarten beherbergt.

 Ein Teil des Gebäudes, rund 155 Quadratmeter im Parterre, war ursprünglich für eine Tagespflegestation gedacht. Doch die zieht in die neue Seniorenwohnanlage ein, die derzeit auf dem ehemaligen Kapellengrundstück gebaut wird.

 Architektin Ilka Weinreich aus Bad Segeberg liefert die Umbauentwürfe für die Wache. Sie hat bereits mehrere Wachen geplant und auch schon eine Justizvollzugsanstalt. Anders als bei einem Wohnhaus müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden, erklärte sie am Mittwochnachmittag, als sie von Buthmann die Schlüssel erhielt, um das Gebäude umgestalten zu können. So lässt die Gemeinde Wände versetzen, die Elektrik verändern, durchschusssichere Fenster einbauen und den Fußboden herrichten. Die Türen müssen besonders gesichert werden und zugleich barrierefrei sein. Ein Empfangstresen wird eingebaut. Die nagelneue Küche muss ausgebaut werden.

 Sechs Arbeitsplätze soll die neue Wache bieten. Eine Zelle wird nicht eingerichtet. Sie befindet sich bei der Polizei in Bad Segeberg. Einziehen sollen die neuen Beamten im Januar 2017, und falls sich die Bauarbeiten verzögern sollten, im März.

 Rund 150000 Euro investiert Wensin, sagt Bürgermeister Jörg Buthmann. Das Geld soll durch die Miete wieder hereinkommen, die das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein zahlen wird. Vereinbart werden zehn Jahre Laufzeit, mit Verlängerungsoption. Der Vertrag sei bis auf Kleinigkeiten ausverhandelt, sagt Buthmann. Für ihn ist der Fall „in trockenen Tüchern“.

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Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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