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Bad Segeberg als Westernstadt

RSH-Challenge Bad Segeberg als Westernstadt

„Bad Segeberg hat die Challenge erfüllt!“, verkündete RSH-Moderator Volker Mittmann am Dienstag kurz nach 12 Uhr auf dem Marktplatz. In nur fünf Stunden hatte sich das Areal, wie vom Radio-Sender gefordert, in eine Westernstadt verwandelt – inklusive Saloon, Tipis und Sandboden.

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Volker Mittmann moderierte die „RSH-Challenge“ auf dem Bad Segeberger Marktplatz. Innerhalb von fünf Stunden musste die Stadt eine vom Kieler Privatsender gestellte Aufgabe lösen.

Quelle: Patricia König

Bad Segeberg. Diesem „sensationellen Augenblick“, wie ihn einige Challenge-Teilnehmer später beschrieben, war eine mehrstündige Gemeinschaftsleistung vorausgegangen. Sie hatte morgens um 6 Uhr – also schon eine Stunde vor der Verkündung der Aufgabe von RSH an die Stadt Bad Segeberg – im Rathaus begonnen.

 Um diese Zeit eröffnete der städtische Mitarbeiter Dirk Gosch die kleine „Kommandozentrale“ im Verwaltungsgebäude an der Lübecker Straße. „Nach der Ankündigung und Herausforderung von RSH, uns eine Aufgabe zu stellen, ahnten wir schon, dass es entweder etwas mit Indianern, Fledermäusen oder dem Oktoberfest zu tun haben kann“, erklärte Gosch.

 Um 7.10 Uhr verkündete Volker Mittmann, worum es gehen sollte: „Schafft ihr es, den Marktplatz in eine echte Westernstadt zu verwandeln? Mit Cowboys und Indianern, Pferden, Strohballen, einem gemütlichen Saloon, Indianer-Tipis und ein bisschen staubigem Sand unter den Cowboystiefeln? Und: Wir wollen euch um Punkt 12 Uhr alle gemeinsam Line Dance tanzen sehen!“

 Danach liefen die Telefone zunächst im Rathaus heiß. „Es wurde jeder mobilisiert, der mithelfen konnte“, erklärte Bürgermeister Dieter Schönfeld. Auch die Freiwillige Feuerwehr erhielt einen Anruf. „Der Bürgermeister hat uns gebeten, dabei zu sein“, sagte Wehrführer Mark Zielinski.

 Die Karl-May-Saison ist erst seit einer Woche beendet. Stand also am Kalkberg noch alles parat? „Nein, wir hatten die Kostüme und so manche Requisite eigentlich schon für die Wintereinlagerung vorbereitet“, erklärten Prokuristin Andrea Kassel und Haustechniker Lars Saggau von der Kalkberg GmbH. Im Eilverfahren stellten sie eine große Anzahl an Cowboy- und Indianermonturen zusammen, außerdem einen Saloon, zwei Tipis, zwei Kutschen und ein Stück der Mauer, die bei „Im Tal des Todes“ die Cantina umrandet hatte.

 Die Feuerwehrleute brachten die meisten Gegenstände zum Marktplatz; nur die großen Kutschen mussten vom Abschleppdienst Bad Segeberg transportiert werden. „Die Strohballen haben wir vom Reiterhof aus Blunk ausgeliehen“, erklärte Wehrführer Zielinski. Karl-May-Reitstallchefin Sylvia Kassel kam mit einer Kollegin und zwei Pferden in die Innenstadt.

 Derweil sorgte der städtische Bauhof für Sand auf dem Marktplatz. Feuerwehr, Technikerteam und weitere Helfer bauten zügig alles auf. „Ich habe völlig unvorbereitet einen Anruf bekommen und sofort alles stehen und liegen lassen“, schilderte Petra Jäger aus Todesfelde den gestrigen Morgen. Sie trommelte schnell die Line Dancer aus Wahlstedt, Bad Segeberg und Todesfelde zusammen, denn ein wichtiger Teil der Aufgabe war schließlich, mit möglichst vielen Menschen im Westernstil zu tanzen.

 „Einige mussten arbeiten, einige hatten zum Glück frei – und ich durfte für ein paar Stunden meinen Arbeitsplatz verlassen“, erklärte Angela Müggenburg, die bei der Udo-Keller-Stiftung in Neversdorf tätig ist. Bis kurz vor 12 Uhr übten die Profis mit den Marktplatz-Besuchern den Tanz ein. Auch RSH-Mann Volker Mittmann bekam Tanzunterricht von Petra Jäger.

 Nach und nach füllte sich der Platz – wobei: Es hätten noch deutlich mehr Zuschauer dabei sein können. Das Kieler Bildungsministerium hatte den Schulen aber untersagt, ihre Schüler zu der lautstarken Gaudi für den guten Zweck gehen zu lassen.

 Großen Jubel gab es beim Eintreffen der Kinder aus der Kita Christiansfelde, die alle als Indianer oder Cowboys kostümiert waren. Das Team der Tourist-Information verteilte indianische Stirnbänder, an mehreren Stellen wurden Kinder und Erwachsene noch schnell geschminkt.

 Kurz vor 12 Uhr traten Karl-May-Geschäftsführerin Ute Thienel und Bürgermeister Dieter Schönfeld auf die RSH-Bühne. Dann gab Mittmann den Startschuss für die Challenge – und unter Anleitung von Line-Dance-Expertin Petra Jäger und Rathaus-Mitarbeiterin Manuela Dardaillon tanzten Hunderte Kinder, Männer und Frauen. Nach viel Jubel und Beifall über die gewonnene Herausforderung, überreichte Volker Mittmann dann als Belohnung einen Scheck über 2500 Euro an Bürgermeister Schönfeld. Der gute Zweck, an den das Geld weitergeleitet wird, ist nach Worten des Verwaltungschefs schon gefunden: „Der Betrag geht an den Kinderschutzbund in Bad Segeberg.“

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