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Schon wieder Rohrbruch

Wakendorf I Schon wieder Rohrbruch

Schon wieder ist ein Wasserrohr gebrochen. Diesmal saßen die Einwohnern von 40 Haushalten im Lohsacker Weg ab Dienstagabend auf dem Trockenen.

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Der Baggerarm mit der Schaufel reicht gerade so eben: In 2,30 Meter Tiefe ereignete sich der Wasserrohrbruch im Lohsacker Weg.

Wakendorf I. Es war bereits der vierte Schaden im Ort in drei Monaten. Nun muss der Wasserbeschaffungsverband das gesamte Netz in Wakendorf I modernisieren und die Feuerwehr ihr Löschkonzept umstellen.

 „Die Asbestzementleitungen sind 1968 verlegt worden“, sagt Jürgen Meynerts, Vorstandsmitglied, stellvertretender Bürgermeister und auch Amtswehrführer in Trave-Land. Die Personalunion erweist sich in diesem Fall als nützlich. Denn wegen der vielen Wasserschäden muss jetzt auch die Feuerwehr reagieren.

 Sie stellt ab heute ihr Löschkonzept um, erklärt Meynerts. Denn die Löschwasserversorgung ist derzeit schwierig. Das hatten jüngst zwei Feuerwehrübungen gezeigt. Sie hatten den jüngsten und auch einen vorangegangenen Wasserrohrbruch ausgelöst, als Löschwasser aus dem Netz gepumpt werden sollte. Die plötzlichen „Druckschläge“, so Wasserwerker Michael Riedel vom Wasserbeschaffungsverband Wakendorf I, hätten die alten Rohre wohl nicht mehr verkraftet.

 Das Löschwasser für mögliche Brandeinsätze soll jetzt von Tanklöschfahrzeugen mit Wassertanks genommen werden, erklärt Meynerts. Außerdem müsste der dritte Klärteich mit dem bereits gereinigten Abwasser notfalls als Löschteich herhalten. Um ihn von Einsatzorten zu erreichen, sind lange Schlauchverbindungen nötig. Damit genug Ausrüstung verfügbar ist, wird die Alarmierungskette ausgeweitet. So werden Fahrzeuge der Umlandgemeinden auch aus dem Nachbarkreis Stormarn nun eingebunden.

 Die Wasserrohrbrüche stellen den Wasserbeschaffungsverband vor große Probleme. Allein die Reparaturen verschlangen jeweils bis zu 25 000 Euro. Der jüngste Fall im Lohsacker Weg bereitete gestern auch technisch Kopfzerbrechen. Die Baggerarme mit der Schaufel reichten gerade so gerade eben bis an den Baugrund. Das Rohr liegt 2,30 Meter tief in Lehmboden. Üblich ist die halbe Höhe, berichten die Arbeiter Jan Buchfink und Siegfried Klang von der Firma Papenburg aus Wahlstedt.

 Die große Tiefe erklärt Jürgen Meynerts mit der Historie. Bei früheren Ausbauarbeiten sei die Straße auf ihr jetziges Niveau aufgeschüttet worden. Das anliegende Dorfgemeinschaftshaus etwa habe früher mal vier Stufen über dem Niveau gelegen, heute sei es auf einer Ebene mit der Straße.

 Derzeit berechnet ein Ingenieur die Unterlagen, um das Wassernetz in Wakendorf I erneuern zu können. Begonnen wird im Lohsacker Weg, wo bislang die meisten Schäden aufgetreten sind. „Wir starten noch in diesem Jahr“, sagt Meynerts. Möglicherweise wird auch weiter in Richtung Bahrenhof renoviert. Die Nachbargemeinde gehört ebenso zum Wasserbeschaffungsverband wie Bühnsdorf, Dreggers, Neuengörs und einige Gemeinden aus dem Kreis Stormarn.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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