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Sogar mehr Schausteller als sonst

Jahrmarkt in Bad Segeberg Sogar mehr Schausteller als sonst

Noch bis Sonntag herrscht auf der Rennkoppel wieder bunter Jahrmarkttrubel. Doch wer in Bad Segeberg die kleine Budenstadt mit ihren nostalgisch anmutenden Karussells und Spielstätten an der Eutiner Straße sieht, hegt die Vermutung, dass Rummelplätze wie dieser an Attraktivität verlieren. Auch einige Schausteller teilen diese Ansicht.

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Franziska (9) und Jan-Eric Frahm aus Wahlstedt hatten Lust auf Zuckerwatte und Eis.

Quelle: wlz

Bad Segeberg. „Die Jugend kommuniziert heute anders; sie hat viel mehr Möglichkeiten, etwas zu unternehmen als früher - außerdem locken die großen Freizeitparks mit All-Inclusive-Preisen“, sagt Artur Belli, der mit seinem Kinderkarussell seit vielen Jahrzehnten Stammgast auf dem Landesturnierplatz ist. Die Besucher zahlten lieber einmal pauschal als dauernd die Geldbörse aufs Neue zu zücken.

 Für Belli ist es daher kein Wunder, dass keines seiner Kinder den Familienbetrieb übernehmen möchte. Sie hätten andere berufliche Pläne, bedauert er. Dass der Schausteller überhaupt der Kalkbergstadt die Treue hält, liegt an der Nähe zu seinem Wohnort Lübeck. „Ich versuche, lange Anfahrtswege zu vermeiden.“

 Grund, missmutig dreinzuschauen, hatte er am Vatertag allerdings nicht, denn der Frühjahrsmarkt vor dem Landesturnierplatz erlebte zu Himmelfahrt einen Auftakt nach Maß: Zuckerwaren, Eis, Würstchen und Gebäck gingen reißend weg, die Attraktionen wie Crazy Carpet, Twister, Speed Racer und dass Labyrinth stießen auf reges Interesse. Zweimal im Jahr veranstaltet die Stadt Bad Segeberg diesen Jahrmarkt: im Mai und im September.

 Marktleiter Gerhard Pohl vom Ordnungsamt im Rathaus freute sich, dass sich diesmal sogar ein paar Schausteller mehr als sonst für den Standort Bad Segeberg entschieden haben. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch die aus Eutin stammende Besitzerin des Twisters, Carina Belli. Sie verzeichnete volle Gondeln in ihrem allseits bekannten Karussell und hat im Gegensatz zu ihrem Lübecker Verwandten keine Nachwuchssorgen: „Meine Tochter wird in meinen Betrieb einsteigen.“

 Gut finden dürfte das Jens Rusfeld aus Tensfeld. Er lässt keinen Jahrmarkt in Bad Segeberg aus und dreht jedes Mal mindestens eine Runde im Twister. „Den Spaß gönne ich mir seit meiner Jugend“, erzählt er der Segeberger Zeitung. So lange Rummelplatzerfahrung wie er hat die dreijährige Angélique Felicitas Pries aus Nahe natürlich noch nicht. Sie zog ihren Vater sofort zum Stand von Ingo Lauenburger – einem weiteren Stammgast auf der Rennkoppel. Bei ihm schwimmen bunte Plastikenten in einem Wasserbassin quasi gegen den Trend: Denn eine von ihnen herauszufischen, ist für die Lütten auch im Computerzeitalter immer noch ein spannendes Spiel.

 Geöffnet ist der Jahrmarkt heute von 14 bis 22 Uhr, am Sonntag von 11 bis 22 Uhr. Am Sonntag kommen von 8 bis 17 Uhr beim benachbarten Floh-, Kram- und Trödelmarkt auf der Rennkoppel auch noch die Schnäppchenjäger auf ihre Kosten.

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