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Alte Batterien füllten die Kisten

Wiemersdorf Alte Batterien füllten die Kisten

Mehrere Hundert alte Handys und etliche Kilogramm Batterien sammelten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Bad Bramstedt-Land an 13 Standorten ein. Jugendwart Sven Degen hatte die Jugendlichen dazu ermuntert, an einem Wettbewerb teilzunehmen, der vom Wege-Zweckverband ausgelobt wurde.

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Ann-Christin Zeuner (13), Hanna-Christin Radbruch (12) und Fynn Aaron Formowitz (10, von links) betreuten die Sammelstelle in Borstel.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Wiemersdorf. Ziel war es, möglichst viele Handys einzusammeln, um die darin enthaltenen Wertstoffe zu erneuten Nutzung der Industrie zur Verfügung zu stellen und damit auch einen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Mit 15 Gramm Kupfer, 3,81 Gramm Kobalt, 0,17 Gramm Silber, 0,025 Gramm Gold, 0,008 Gramm Palladium – Rohstoffwert von etwas mehr als einem Euro – sieht die Ausbeute pro Handy zwar mager aus. Laut Informationen des Martin-Meiners-Fördervereins sind jedoch schätzungsweise 85 Millionen „Schubladen-Handys“ in Deutschland vorhanden. Demnach liegen rund 750 Tonnen Kupfer, 20 Tonnen Silber, 1,8 Tonnen Gold, 330 Tonnen Kobalt und 600 Kilogramm Palladium im Gesamtwert von rund 130 Millionen Euro ungenutzt in deutschen Haushalten herum.

 An 13 Feuerwehrgerätehäusern im Amtsbereich hatte die Jugendfeuerwehr Sammelstellen eingerichtet. Überall standen Kaffee, Kaltgetränke und Kuchen zur Begrüßung bereit – „Handys gegen Kuchen“ war das Motto. Allerdings verlief die Abgabe etwas schleppend. In einigen Dörfern kamen nur vier oder fünf Einwohner zu den Sammelstellen. Dafür schleppten sie gleich größere Mengen an: „Das sind Batterien aus den letzten sieben Jahren“, erzählte Wolfgang Genzmann aus Hasenkrug. Obwohl am Markttreff seines Dorfes dauerhaft ein Sammelbehältnis steht, bevorzugte er die Abgabe bei den jungen Kameraden: „Hier muss man die Batterien nicht alle einzeln einwerfen.“

 In Borstel hat der zehnjährige Feuerwehranwärter Fynn Aaron Formowitz ordentlich Gas gegeben: Auf seinem Rollen fuhr er durchs Dorf und erinnert die Passanten an die Sammelaktion. Drei Kisten voller Batterien waren das Resultat der Borstler. Auch in Hagen hatten sich drei Jung-Feuerwehrkameraden zu Fuß auf den Weg durchs Dorf gemacht, um Mitbewohner zur Abgabe zu animieren.

 „Cool“, fand Ann-Christin Zeuner (13) aus Borstel die Sammelaktion. „Es macht Spaß gemeinsam etwas zu machen und vielleicht gewinnen wir auch einen Preis“, sagte das Feuerwehrmitglied.

 Um an der Preisverleihung im November in Bad Segeberg teilnehmen zu können, muss zusätzlich zum Sammelgut auch noch das Konzept sowie eine Präsentation der Aktion abgeliefert werden. Allerdings rechnet sich Sven Degen für „seine“ Jugendwehr ganz gute Chancen aus, einen Preis zu gewinnen, da von 30 möglichen Feuerwehren im Kreis Segeberg nur fünf mitgemacht haben. Sven Degen ist zufrieden mit dem Engagement seiner Jugendlichen, nur: „Das nächste Mal müssen wir noch besser auf die Sammlung aufmerksam machen.“

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